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Anlaufstelle für Gewalt- und Missbrauchsopfer im Sport geplant

Quelle: Fotolia

09.11.2022

Ab Anfang nächsten Jahres sollen Opfer von Gewalt und Missbrauch im Umfeld von Sportvereinen psychologische und juristische Hilfe erhalten. Bund und Länder gründeten am Donnerstag bei einer Sportministerkonferenz  einen Trägerverein. An der Gründung des Vereins waren auch die Interessenvertretung deutscher Leistungssportler „Athleten Deutschland“ sowie Betroffene und Wissenschaftler beteiligt.

Ab Januar soll die Beratung der unabhängigen Anlaufstelle telefonisch und per Internet erreichbar sein. Zum Vorstand des neu gegründeten Trägervereins mit Sitz in Berlin gehören die frühere Trainerin der Fußball-Nationalmannschaft Steffi Jones, die Soziologin Ilse Hartmann-Tews und als Betroffenen-Vertreterin Gitta Schwarz, die als Jugendliche einst von ihrem Reitlehrer missbraucht worden war.

„Gewalterfahrungen bis hin zu sexualisierter Gewalt sind für erschreckend viele Sportlerinnen und Sportler Realität“, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser. Michael Ebling, rheinland-pfälzischer Innenminister und Gastgeber der Sportministerkonferenz, sprach von einem Paradigmenwechsel: „Wir gucken nicht weg“, sagte er. „Wir wollen mit einer unheilvollen Praxis ganz deutlich brechen.“ Sportliche Aktivitäten sollten unbeschwert möglich sein. Das sei etwas, was sich Kinder, Jugendliche und deren Familien wünschten.

 

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