Menü

Putzen wie die Profis

Wer meint, ohne Gummihandschuhe nicht putzen zu können, sollte solche verwenden, die innen mit Baumwolle beschichtet sind. Foto: Mauritius/foodcollection

28.03.2018
Putzen, das kann doch jeder! Stimmt. Dennoch lohnt es sich, dem Rat von Profis wie Hauswirtschaftsmeisterin Birgit Billy vom VerbraucherService Bayern zu folgen. Das spart Zeit und Geld.
  • Verwenden Sie keine Essigsäure mehr in Bad und Küche, sie greift Silikon und Armaturen an. Greifen Sie stattdessen zu Zitronensäure-Reinigern. Die gibt es als Granulat und flüssig – und sie haben eine weitaus bessere Kalklösekraft als Essigsäure.
  • Kaufen Sie keine teuren Spezialreiniger! In den meisten Fällen tut es ein umweltschonender Allzweckreiniger. Und: Weniger ist mehr. Dosieren Sie die Reinigungsmittel stets sparsam. Das schont den Geldbeutel und die Umwelt.
  • Das gilt zum Beispiel auch für die Toilette, an der sich Kalk und Urinstein festsetzen. Für die Reinigung der Toilette nimmt man ebenfalls Allzweckreiniger, dazu Scheuermilch, Zitronensäure, Bürste. Ein spezieller WC-Reiniger ist nicht erforderlich. Duftsteine haben nur den Zweck, unan?genehme Gerüche zu überdecken.
  • Üben Sie sich beim Haushaltsputz in Geduld: Wenn die Mittel einige Zeit zum Einwirken bekommen, können sie den Schmutz besser lösen. Nach ein paar Minuten kann dann mit Bürste, Schwamm oder Tuch der Schmutz entfernt werden.
  • Mit Mikrofasertüchern lässt sich vielfach rückstandsfrei und ohne Nachtrocknen reinigen.
  • Gummihandschuhe müssen nicht sein. Beim Putzen schwitzen die Hände, und aus dem Handschuh kann die Feuchtigkeit nicht austreten. Die Folge: Die Haut quillt auf und wird zugänglicher für Bakterien. Es ist besser, die Hände nach dem Putzen gründlich zu waschen und Putzmittel zu verwenden, die hautverträglich sind. Manche billigen Handschuhe können bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen.
  • Wer meint, ohne Handschuhe nicht auszukommen, sollte solche verwenden, die innen mit Baumwolle beschichtet sind. Nach dem Tragen sollten die Handschuhe gewendet und mit heißem Wasser ausgewaschen und danach auf links getrocknet werden.
  • Am wichtigsten ist die Sichtreinigung. Es macht immer einen guten Eindruck, wenn man ein Zimmer betritt, das aufgeräumt und sauber erscheint. Also: Legen Sie je?des Ding dort ab, wo es hingehört. Und stauben Sie regelmäßig ab, wischen Sie die Seifenreste jeden Morgen aus den Waschbecken. Trocknen Sie Duschwände gleich nach dem Duschen.
  • Beachten Sie die Grundsätze: Immer von oben nach unten und von hinten nach vorne putzen. Also: erst Lampen, Bilder, Fenster- und Türrahmen, dann Möbel und Böden säubern.
  • Ziel beim Staubwischen: den Staub entfernen und nicht neu verteilen. Anstatt staubtuchschwenkend durchs Haus zu flitzen, ist es besser, sich bedächtig zu bewegen und Flusen mit einem leicht feuchten Tuch aufzufangen.
  • Gewöhnen Sie sich an, die Arbeit mit beiden Händen zu erledigen. Schrubben Sie Arbeitsflächen mit zwei Schwämmen oder Tüchern. Profis arbeiten nie so, als ob sie einen Arm in Gips hätten.
  • Im Team putzt es sich leichter. Wenn Familienmitglieder mitmachen, haben Sie Ihre Wohnung schneller sauber. Wer mitputzt, verursacht im Haushalt hinterher erfahrungsgemäß weitaus weniger Unordnung und Chaos.Autorin: Eva-Maria Gras aus: KDFB Engagiert 4/2018 
Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 160.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen in Kirche, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ein.
© 2022 | KDFB engagiert - Die Christliche Frau