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Hilfe für Frauen, die von Gewalt bedroht sind

Ob Hilfetelefon, Internetportal, das Hilfsangebote bündelt, oder die Initiative „Stärker als Gewalt“: Betroffene Frauen brauchen Anlaufstellen.

 

Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (SPD) hat im vergangenen November die Initiative „Stärker als Gewalt“ gestartet, in der sich Hilfs- und Unterstützungsorganisationen zusammengeschlossen haben. Die Initiative ist eingebettet in das Programm, mit dem die Bundesregierung die sogenannte Istanbul-Konvention umsetzt, ein Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Seit 2018 arbeitet der runde Tisch von Bund, Ländern und Gemeinden, um das Hilfenetz deutlich zu verstärken und zu verbessern. Mit dem Bundesförderprogramm „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ will das Bundesfrauenministerium in den kommenden vier Jahren insgesamt 120 Millionen Euro zusätzlich für den Ausbau von Beratungsstellen und Frauenhäusern bereitstellen. 

Rat rund um die Uhr in 17 Sprachen 

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ steht ganzjährig rund um die Uhr zur Verfügung – anonym, kostenfrei und in 17 Fremdsprachen. Unter 08000116016 und über die Onlineberatung können sich Betroffene, aber auch Menschen aus deren Umfeld sowie Fachkräfte beraten lassen – egal, ob es dabei um Gewalt in der Partnerschaft, Mobbing, Stalking, Zwangsheirat, Vergewaltigung oder Menschenhandel geht. Auf Wunsch vermitteln die Beraterinnen an eine Unterstützungseinrichtung vor Ort. Das Hilfetelefon ist beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben angesiedelt.

Neues Onlineportal in Bayern 

Das Portal "Bayern gegen Gewalt" bündelt laut Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) Hilfs- und Beratungsmöglichkeiten bei häuslicher Gewalt.

 

 

Autorin: Gundula Zeitz
aus: KDFB engagiert 6/2020

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