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Meine Lehrerin, mein Vorbild

Zugewandtheit und persönliche Begegnung: Lehrerinnen können Spuren für das ganze Leben hinterlassen. Foto: imago images /Werner Otto

Es gibt sie: die Lehrerinnen, an die man sich gerne erinnert. Weil sie an einen geglaubt haben oder weil sie geholfen haben, den eigenen Weg zu finden. Frauenbundfrauen erzählen von stärkenden Begegnungen im Klassenzimmer. Eine Hommage an einen Berufsstand, der für Frauen vieles erkämpft hat. 

 

Welche Erinnerungen beim Gedanken an die eigene Schulzeit wach werden, hängt normalerweise weder mit dem Schulsystem noch mit der Klassengröße zusammen. Meist sind es einzelne Lehrerinnen oder Lehrer, die sich eingeprägt haben. Sei es, weil es mit ihnen ganz und gar nicht lief, oder weil es mit ihnen diese ganz besonderen Momente gab, die Mut für ein ganzes Leben machen können.

Der neuseeländische Bildungsforscher John Hattie  wollte wissen, was guten Unterricht ausmacht, und wertete dafür 800 Metastudien aus. 50000 Einzeluntersuchungen mit 250 Millionen beteiligten Schülerinnen und Schülern sind in die größte Bildungsstudie aller Zeiten eingeflossen, die Hattie 2008 innerhalb kurzer Zeit zu einer internationalen Größe machte. Die englische Times nannte ihn den „wohl einflussreichsten Bildungswissenschaftler der Welt“. Sein Ergebnis: Auf die Lehrerin, den Lehrer kommt es an! Dabei ist für den Lernerfolg eines besonders wichtig und unverzichtbar: die emotionale Seite im schulischen Geschehen. Fürsorge, Empathie und Vertrauen muss der Unterrichtende entgegenbringen, damit Lernen gelingt. 

An die Schülerinnen zu glauben, ihnen zuzutrauen, dass sie ihren Weg machen: Was das bewirken kann, haben auch Frauenbundfrauen erlebt, die auf den folgenden Seiten von ihren Erfahrungen im Klassenzimmer erzählen.

 

Autorin: Claudia Klement-Rückel
aus: KDFB engagiert 11/2019

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