KDFB

Mitmachen!

Die KDFB-Aktionswoche „für mich. für dich. fürs Klima.“ gibt den Anstoß, sich gemeinsam dem Klimaschutz zu widmen. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) ist Schirmfrau der Aktionswoche. KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth schildert im Interview, weshalb das Mitmachen so wichtig ist.

 

KDFB engagiert: Warum ist es dem KDFB wichtig, das Thema Verantwortung für die Umwelt voranzutreiben?

Maria Flachsbarth: Als Christinnen halten wir es für unsere Aufgabe, durch eine nachhaltige Lebensweise an der Bewahrung der Schöpfung mitzuwirken. Der Frauenbund setzt sich schon seit vielen Jahren für den Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften ein. Bereits 2013 hat die Bundesgeschäftsstelle eine Umweltzertifizierung erhalten, und im Verband haben wir Kampagnen wie klimagerechte Ernährung, umweltfreundliche Energien oder die Selbstverpflichtung für ein Tempolimit durchgeführt. 

 

In der Gruppe stärker: Welchen Beitrag kann der KDFB als Zusammenschluss engagierter Frauen zu einem Bewusstseinswandel im Bereich Klimaschutz leisten?

Wir sind viele, sind bundesweit ein großer und starker Verbund. Wenn wir gemeinsam unter dem Motto „für mich. für dich. fürs Klima.“ aktiv werden, ist unser Engagement öffentlich sichtbar, und wir übernehmen eine Vorreiterrolle. Frauenbundfrauen tun etwas! Wir haben in der Aktionswoche die Chance, viele Frauen, Gruppen, Verbände – auch außerhalb des KDFB – anzusprechen und einzubinden. Bewusstseinswandel lässt sich am besten durch aktives Handeln und Selbsterfahren erreichen. Das wollen wir durch die Aktionswoche befördern. Erleben in der Gruppe macht Spaß, und gemeinsam können wir viel bewegen.

 

Auf wen kommt es jetzt an, um die Folgen des Klimawandels abzumildern? Auf die Einzelne, auf die Politik?

Es kommt auf alle an, auf Bürger*innen, Unternehmen, Politik und Kirche. Jede und jeder ist aufgerufen, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und damit im eigenen Umfeld zu beginnen. Die Aktivitäten in der Aktionswoche setzen hier an. Wir engagieren uns persönlich in unseren Gemeinden und übernehmen Verantwortung für eine lebenswerte Welt. Frauenbundfrauen überlassen nichts dem Zufall, sondern sind zielgerichtete Akteurinnen. Durch ihr eigenes Handeln fordern sie auch die Politik zum Handeln auf. Das bedeutet, je mehr Menschen sich an unserer Unterschriftenaktion zum Tempolimit beteiligen, umso deutlicher ist die Botschaft an die Politik: Redet nicht nur, handelt und sorgt dafür, dass sich der Klimawandel deutlich verlangsamt.

 

Im Zusammenhang mit der Aktionswoche „für mich. für dich. fürs Klima.“ ist von Klimagerechtigkeit die Rede. Welche Rolle spielt die globale Dimension des Klimawandels für den KDFB?

Satzungsgemäßes Ziel des KDFB ist eine wertorientierte, christlich motivierte politische Interessenvertretung, um am Aufbau einer Gesellschaft und Kirche mitzuwirken, in der Frauen und Männer partnerschaftlich zusammenleben und Verantwortung tragen für die Zukunft einer friedlichen, gerechten und für alle lebenswerten Welt. Klimagerechtigkeit bedeutet, nicht auf Kosten anderer Menschen, eines Geschlechtes, künftiger Generationen und der natürlichen Ressourcen zu leben. Wir müssen umfassend denken und nicht nur uns selbst sehen. Das, was wir in Deutschland leisten oder lassen, spüren Menschen, die Natur und das Klima weltweit. Die Solidarität und Gerechtigkeit zwischen Nationen, Geschlechtern und Generationen sowie die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen bilden eine Einheit und sollen daher immer im Blick sein.

 

Interview: Claudia Klement-Rückel
aus: KDFB engagiert  8+9/2020