KDFB

Leckere Rezepte aus dem Frauenbund

Beim Frauenbund ist noch niemand verhungert. Diese alte Weisheit bestätigt sich sofort, wenn man einen Blick in die kreativen Kochbücher der Zweigvereine wirft. Frauenbundfrauen geben darin ihre Lieblingsrezepte preis. Was ein Zweigverein mit dem Verkauf seiner Kochbücher einnimmt, wird meist für einen guten Zweck gespendet. Grund genug, die köstlichen Speisen nachzukochen und hemmungslos zu genießen.

Foto: Angelika Bardehle

 

Kürbisklößchen in Kraftbrühe
Aus dem Kochbuch „Blaibacher Leibspeisen“, herausgegeben vom Zweigverein Blaibach im Oberpfälzer Landkreis Cham, zu beziehen für 19,90 Euro beim Frauenbund Blaibach.

Zutaten:
1 1/2 l Wasser
3 Gemüsebrühwürfel
120 g Hokkaido-Kürbis, gewürfelt
100 g Dinkelmehl
70 g Butter
3 Eier, Größe M
2 EL Quark
etwas Kräutersalz, Pfeffer, Muskatnuss

Zubereitung:
Das Wasser in einem großen Topf mit den Gemüsebrühwürfeln zum Kochen bringen, das gewürfelte Kürbisfleisch hinzugeben und 20 Minuten garen. Anschließend mit Hilfe eines Schaumlöffels in ein Sieb geben, abtropfen lassen und pürieren.
Von der Gemüsebrühe 150 ml abnehmen, in einen kleinen Topf geben und das Mehl mit einem Schneebesen einrühren. Die Butter dazu geben und zum Kochen bringen. Den Herd ausschalten, noch etwas weiterköcheln lassen, dabei ständig rühren, bis eine teigige Masse entsteht.
Den Topf vom Herd nehmen und nach und nach die Eier unterziehen. Dann Kürbispüree, Quark und Gewürze hinzugeben und alles gut miteinander verkneten. Mit zwei Teelöffeln Klößchen abstechen und diese in der Gemüsebrühe, die sieden muss, ungefähr zehn Minuten ziehen lassen. Die Löffel immer wieder in heißes Wasser tauchen. Wenn die Klößchen oben schwimmen, sind sie gar.

 

Wildente mit Porreegemüse
Aus dem Hausinger Hofmark-Kochbuch, herausgegeben vom Frauenbund Haus im Wald im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau

Zutaten (für zwei Personen): 
1 Wildente (etwa 1,1 Kilo)
2 Orangen
2 Esslöffel Honig
Salz, Cayennepfeffer
500 g Porree (Lauch)
2 EL Öl
1 EL gehackte Walnüsse
Petersilie zum Garnieren

Zubereitung:
Ente von innen und außen waschen und trockentupfen. Eine Orange auspressen, Saft mit Honig, Salz und Cayennepfeffer verrühren. Ente in eine mit kaltem Wasser ausgespülte Fettpfanne legen und im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 Grad, Gasherd: Stufe 3) zunächst zehn Minuten vorbraten. Mit einer Pinzette eventuelle Federkiele entfernen und die Ente weiterer 40 bis 50 Minuten garen. Zwischendurch mehrmals mit etwas Orangenmarinade bestreichen.
In der Zwischenzeit Porree putzen und in größere Stücke schneiden. Zweite Orange dick schälen, sodass die weiße Haut vollständig entfernt ist. Frucht in Scheiben schneiden, halbieren. Porree im heißen Öl unter Wenden etwa 15 Minuten dünsten. Orangenscheiben zufügen, restliche Marinade angießen und einmal aufkochen lassen.
Ente mit dem Gemüse auf einer Platte anrichten und mit den Walnüssen bestreuen. Mit Petersilienblättchen garnieren.
Zubereitungszeit: etwa 1 1/4 Stunden,
Arbeitszeit: etwa 45 Minuten.

 

Grießflammeri
Aus dem Hausinger Hofmark-Kochbuch, herausgegeben vom Frauenbund Haus im Wald im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau

Zutaten (für zwei Portionen):
30 g feiner Grieß
250 ml Vollmilch
30 g Zucker
1 Prise Salz
1 Teelöffel abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
1 Ei, getrennt
6 abgezogene, fein geriebene Mandeln
4 Esslöffel rote Grütze

Zubereitung:
Den Grieß mit vier Esslöffeln kalter Milch anrühren, die restliche Milch mit Zucker, der geriebenen Zitronenschale und einer Prise Salz bei milder Hitze zum Kochen bringen. Den Grieß daruntermischen und das Ganze unter Rühren drei Minuten kochen, vom Herd nehmen und das mit wenig Milch gut verquirlte Eigelb dazugeben. Das Eiweiß steif schlagen, die geriebenen Mandeln unterheben und in eiskalt ausgespülte Schalen füllen. Mindestens zwei Stunden kühlen. Jede Portion mit 2 Esslöffeln roter Grütze übergießen.

 

Götterspeise
Aus dem Kochbuch „Koch- und Backrezepte aus der niederbayerischen Pfarrhausküche – um 1900“, zusammengetragen von KDFB-Frau Anneliese Herfellner aus Kühstein im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn

Zubereitung:
Eine tiefe, längliche Schüssel wird lagenweise mit Biskuit und Makronen belegt. Hat man nur Biskuit, so streut man zwischen jede Lage einige Mandeln und Rosinen und feuchtet die Masse mit Wein an. Dann bereitet man aus 1 1/2 Schoppen Milch (ein Schoppen ist ein Viertelliter), etwas Vanille, 4 Eigelb und 1 Esslöffel Mehl eine Creme. Diese schüttet man heiß über die getränkten Biskuits, streicht den steif geschlagene Schnee der 4 Eiklar darüber, stellt alles einige Minuten in den warmen Ofen, sodass der Schnee fest wird. Man kann die Götterspeise warm oder kalt zu Tisch geben.

 

Gurken-Apfelsalat
Aus dem Kochbuch „So koch’n mia in da Moosbacher Gmoi“, Band 3, gesammelt vom Zweigverein Moosbach im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald im Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Per E-Mail bestellen für 19,95 

Zutaten:
1 Salatgurke
1 Apfel
1 rote Paprikaschote
Marinade:
1 Becher Naturjoghurt
1 EL Zitronensaft
1 Handvoll frische Kräuter
1 Prise Zucker, Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Gurke und Apfel in dünne Scheiben schneiden, je nach Belieben mit oder ohne Schale. Die Paprikaschote waschen, halbieren und die weißen Teile und Kerne entfernen. Die Paprika vierteln und in feine Streifen schneiden. Die Marinade in einer Schüssel verrühren, über die Salatzutaten schütten und gut durchmischen.
 

Lammbratl mit Kartoffeln, Gemüse und Quitte
Aus dem Kochbuch „So koch’n mia in da Moosbacher Gmoi“, Band 3, gesammelt vom Zweigverein Moosbach im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald im Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Per E-Mail bestellen für 19,95 

Zutaten:
700 g Lammfleisch (Schulter)
300 g Lammripperl
1 TL Wacholderbeeren
Salz, Pfeffer, Mehl
2 EL Olivenöl
2 Zwiebeln
5 Zehen Knoblauch
2 Zweige Rosmarin
2 EL Quittengelee
100 g passierte Tomaten
500 ml Rotwein
400 g Kartoffeln
250 g Karotten
1 Quitte
1 feste Birne
Petersilienwurzel
2 TL Balsamico-Essig

Zubereitung:
Fleisch in große Würfel schneiden, Wacholderbeeren zerstoßen. Fleisch und Rippchen mit Salz und Pfeffer würzen, mit etwas Mehl bestäuben und in einem Topf von allen Seiten anbraten. Das Bratrohr auf 200 Grad vorheizen. Zwiebeln und Knoblauch in grobe Würfel schneiden und zum Fleisch geben. Rosmarin, Quittengelee und Tomaten zugeben, leicht anschmoren und mit 250 ml Rotwein ablöschen. Topf auf die unterste Schiene ins Rohr schieben.
Sobald der Wein eingekocht ist, wieder aufgießen, bis der Wein nach etwa einer Dreiviertelstunde aufgebraucht ist.
Inzwischen Kartoffeln, Karotten, Quitte, Birne und Petersilienwurzel putzen oder schälen und in grobe Stücke schneiden. Alles in den Topf geben und in etwa 25 Minuten fertig garen. Mit Salz, Pfeffer und Balsamico abschmecken.


Entenbrust in Honig-Ingwersauce
Aus dem Kochbuch „So koch’n mia in da Moosbacher Gmoi“, Band 3, gesammelt vom Zweigverein Moosbach im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald im Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Per E-Mail bestellen für 19,95 

Zutaten:
4 Entenbrüste
Salz, Pfeffer
1 EL Bratfett
1/2 l Hühnerbrühe
3 Schalotten
1/2 Ingwerknolle
1 EL Bratfett
1 EL Honig
1/8 l Portwein
1/8 l Rotwein
1 EL Stärkemehl

Zubereitung:
Entenbrust auf der Hautseite einschneiden, mit Salz und Pfeffer würzen und rundherum gut anbraten. Die Hautseite etwas länger. Das Fleisch in eine Raine legen und etwa eine Stunde bei 100 Grad garen. Mit etwas Brühe aufgießen.
Schalotten und Ingwer schälen und klein schneiden. In einem flachen Topf das Bratfett erhitzen, die Schalotten und die Hälfte des Ingwers dann kurz anschwitzen. Honig, restliche Brühe und Weine zugeben und auf die Hälfte einkochen lassen.
Die Entenbrüste aus der Raine nehmen und warmhalten. Die reduzierte Soße zum Bratensatz gießen und damit lösen. Stärke in etwas kaltem Wasser anrühren, dazugeben und aufkochen. Soße durch ein Sieb passieren, abschmecken und den restlichen Ingwer als Einlage hineingeben.
Entenbrüste mit der Hautseite nach oben kurz unter den heißen Grill schieben, in Scheiben schneiden und mit der Soße servieren.