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Blumen-Bilder

Sind Sie auch schon einmal in alten Büchern auf getrocknete Blüten gestoßen? Solche Zufallsfunde wecken Erinnerungen an längst vergangene Sommer, an kostbare Augenblicke. Und sie können Anstoß sein, gleich heute in Gärten und am Wegesrand nach Pflanzen Ausschau zu halten, um sie nach altbewährter Technik zwischen Buchdeckeln zu pressen.

 

Sind die zarten Gebilde erst einmal getrocknet, lassen sich aus ihnen mit etwas Geschick dekorative Bilder und Karten gestalten. Kleben Sie die Blüten einfach auf Papier. Vertrauen Sie Ihrem Stilgefühl und wählen Sie anfangs einfache Motive und Muster für Ihre Kompositionen.

Oder Sie lassen sich von der französischen Textildesignerin Fiona Luciani inspirieren, die filigrane Meisterwerke aufs Papier zaubert.

Hier zeigt sie, wie sich eine Rosette gestalten lässt:

https://www.youtube.com/watch?v=qoxnXm9EiCw

Hier formt sie mit geschickten Handgriffen ein Mandala:

https://www.youtube.com/watch?v=wnOSGmSWBNE

Hier können Sie ihr beim Anordnen der Blüten für die Komposition eines größeren Bildes zusehen:

https://www.youtube.com/watch?v=lKU5Ug9BBms

 

 

Tipps zum Pressen von Blüten

 

Die französische Textildesignerin Fiona Luciani verrät, wie sich Blüten und Blätter leicht pressen lassen, um daraus anschließend dekorative Bilder und Karten zu gestalten.

 

  1.  Sammeln Sie Pflanzen im Garten oder in der freien Natur. Sie eignen sich besser zum Trocknen als eventuell vorbehandelte Exemplare aus dem Blumengeschäft. Meiden Sie gefährdete Pflanzen. Die Naturbestimmungs-App PlantNet ist dafür sehr nützlich. Sie kann in den Appstores kostenlos heruntergeladen werden. Sie müssen nur ein Foto der Pflanze in der App hochladen, und schon erhalten Sie den Namen und weitere Informationen. Die Treffsicherheit erhöht sich, wenn Sie nur ein Pflanzenteil fotografieren, also nur die Blüte vor einem neutralen Hintergrund. Oder Sie greifen zum Standardwerk „Was blüht denn da?“, das als Taschenbuch vorliegt (Kosmos Verlag, 20 Euro).
     
  2. Nehmen Sie auf Ihren Streifzügen durch die Natur immer eine kleine Schachtel oder eine Tüte mit, um die Blüten und Blätter aufzubewahren. Mit der Zeit entdecken Sie hübsche Strukturen an ganz unscheinbaren Pflanzen.
     
  3. Achten Sie darauf, dass Blüten und Blätter nicht feucht sind und sich ganz entfaltet haben. Am besten sammeln Sie am späten Vormittag oder mittags an einem trockenen, windstillen Tag. Es sollte auch in den Tagen zuvor nicht geregnet haben.
     
  4. Am leichtesten lassen sich flache Blüten pressen, üppige Blüten bewahren die Feuchtigkeit länger und können beim Trocknen braun werden und schimmeln. Gut geeignet sind Hortensien, Margeriten, Geranien, Phlox, Primeln, Hornveilchen, Stiefmütterchen, Anemonen.
     
  5. Pressen Sie die Blüten unmittelbar nach dem Sammeln. Legen Sie dafür drei Blätter saugstarkes Papier in ein dickes Buch, platzieren Sie die Blüten kopfüber darauf, und achten Sie darauf, dass die Blüten und Blätter flach aufliegen. Legen Sie darauf wieder drei Blätter Papier, klappen Sie das Buch zu, und beschweren Sie es. Der Trocknungsvorgang dauert etwa zwei Wochen. Ganz wichtig ist es, nach drei Tagen die Papierblätter auszutauschen, die mit der Pflanze Kontakt hatten. So verhindern Sie ein Schimmeln.
     
  6. Fassen Sie die getrockneten Blüten möglichst nicht mit den Fingern an. Das Fett auf der Haut schadet ihnen. Nutzen Sie eine Pinzette, um mit den Blüten und Blättern ein Bild zu gestalten.
     
  7. Schön ist es, die getrockneten Blüten und Blätter auf handgeschöpftes Papier zu kleben. Nutzen Sie dafür einen lösungsmittelfreien Bastelkleber auf pflanzlicher Basis, den Sie mit einem dünnen Pinsel auftragen. So entstehen Bilder, Einladungskarten, Geburtsanzeigen und vieles mehr. Alles Unikate. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf!

 

Autorin: Eva-Maria Gras
aus KDFB engagiert 3_2021