So schön ist der Herbst!
Zu Erntedank im Herbst bietet die Natur tolle Schätze zum Sammeln: Pilze, Blätter und letzte Blüten in Hülle und Fülle für den Kochtopf und das kreative Drucken auf Stoff oder Papier.
Pilzpfanne mit Wirsing-Kartoffel-Stampf
Zutaten:
Stampf: 750 g Wirsing, 500 g mehligkochende Kartoffeln, Salz, 150–200 ml Milch, 100 g Sahne, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
Pilze: 1 Zwiebel, 2–3 Knoblauchzehen, 600 g gemischte Waldpilze (z. B. Pfifferlinge, Maronen oder Steinpilze oder optional Champignons aus dem Supermarkt), 2 EL Olivenöl, 200 g Sahne, 2 EL Majoranblättchen, Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung:
1. Für den Stampf den Wirsing putzen, vierteln, den Strunk herausschneiden und waschen. Dicke Blattrippen entfernen und den Wirsing in kleine Stücke schneiden. Kartoffeln schälen und klein würfeln. Reichlich Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Wirsing und Kartoffeln darin 8–10 Minuten weich kochen. In ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen. 150 ml Milch und Sahne im verwendeten Topf erhitzen, Kartoffeln und Wirsing wieder hineingeben und aufkochen. Mit dem Stabmixer grob pürieren. Ist der Stampf zu dick, die restliche Milch unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen, warm halten.
2. Für die Pilze Zwiebel und Knoblauchzehen schälen. Die Zwiebel in dünne Ringe schneiden, den Knoblauch fein hacken. Die Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Pilze darin bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten kräftig anbraten. Den Knoblauch unterrühren, die Sahne zugießen und einmal aufkochen lassen. Die Majoranblättchen dazugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Wirsing-Kartoffel-Stampf auf Teller verteilen und die Pilzmischung darauf anrichten.
Das Rezept stammt aus
dem Buch von Anne-Katrin Weber:
Gemüse als Hauptgericht. bjvv Verlag,
ISBN 978-3-95453-142-4, 29,95 Euro.
Blatt- und Blütendruck mit dem Hammer
Material und Werkzeug:
Frisch gepflückte Blumen und Blätter: Hornveilchen, Farn, Hortensien, Rosenblätter, Minzeblätter, Wiesensalbeistängel, Johanniskrautstängel, Phloxblüten.
Aquarellpapier oder heller/weißer Leinen- oder Baumwollstoff (vorgewaschen und glatt gebügelt), Gummihammer oder normaler Haushaltshammer, Back-, Pergament- oder Küchenpapier, Holzbrett als flache Druckunterlage, Klebeband (am besten wieder ablösbares Tape) zum Fixieren der Pflanzen, Küchenpapier zum Abtupfen, Bügeleisen zum Fixieren
Anleitung:
1. Blüten und Blätter sammeln. Sie sollten frisch und saftig und nicht zu dick sein, sonst lässt sich die Farbe schwer übertragen. Rosenblätter oder kleine Hornveilchen eignen sich hierfür ideal.
2. Druckfläche vorbereiten: Aquarellpapier oder Stoff auf eine feste Unterlage legen und sorgfältig glätten.
3. Blätter und Blumen so arrangieren, wie sie später auf dem Druck sein sollen. Am besten mit Klebeband fixieren, damit sie beim Hämmern nicht verrutschen.
4. Alles mit einem Blatt Back-, Pergament- oder Küchenpapier bedecken, um Spritzer zu vermeiden.
5. Gleichmäßig und bestimmt mit dem Hammer auf die
Blätter und Blüten über die ganze Fläche klopfen. Der
Pflanzensaft überträgt sich so auf Papier oder Stoff.
6. Das Deckpapier vorsichtig abnehmen, die Pflanzenteile ablösen. Blätter und Blüten haben nun schöne farbkräftige Abdrücke hinterlassen.
7. Den Pflanzendruck gut trocknen lassen. Wer mit Stoff arbeitet, kann ihn anschließend (mit Backpapier bedeckt) von links bügeln (ohne Dampf!), um die Farben zu fixieren.
Kreativ-Tipps
- Verschiedene Blüten und Blätter übereinander legen, dabei entstehen besondere Farbvariationen.
- Selbst gemachte botanische Grußkarten: Kleine Blumendrucke lassen sich sehr gut auf Karten aufkleben beziehungsweise direkt darauf drucken. Den Blumendruck mit Stempeln oder Stickereien für die individuelle Note kombinieren.
- Auch T-Shirts, Socken, Einkaufsbeutel oder Servietten lassen sich mit dem Blumendruck verzieren.
Autorin: Monika Greiner

