Die politische Arbeit des Frauenbundes
Raus aus der Falle der Altersarmut
Frauen in Bayern sind überdurchschnittlich häufig von Altersarmut bedroht. Mythen wie „Wer gearbeitet hat, ist abgesichert“ verschleiern die Realität: Niedrige Löhne, Teilzeitarbeit, Minijobs und unterbrochene Erwerbsbiografien führen selbst nach vielen Versicherungsjahren zu Renten, die kaum zum Leben reichen. 2023 lag laut Gesamtverband der Versicherer (GdV) der durchschnittliche Rentenzahlbetrag für Frauen in Bayern bei etwa 869 Euro – acht Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Männer erhielten dagegen mit rund 1 400 Euro im Durchschnitt um 61 Prozent höhere Renten als Frauen in Bayern.
Ein besonders hohes Risiko für Altersarmut tragen Alleinerziehende, Pflegekräfte und Minijobberinnen, trotz jahrzehntelanger Erwerbstätigkeit. Altersarmut ist auch eine Frage von Geschlechtergerechtigkeit – und sie beginnt nicht erst im Rentenalter.
Bündnis gegen Altersarmut in Bayern
Der KDFB Bayern ist seit 2017 Gründungsmitglied des Bündnisses „Gegen Altersarmut in Bayern, insbesondere von Frauen“. Das starke Netzwerk aus Sozialverbänden wie dem VdK Bayern, bayerischen Gewerkschaftsfrauen, dem Landesfrauenrat und kirchlichen Verbänden fordert politisch und medial zu kritischem Bewusstsein und Änderungen auf.
Kampagne in den sozialen Medien
Anlässlich der bayerischen Kommunalwahlen im März räumte das Bündnis in einer Social-Media-Kampagne mit vier hartnäckigen Mythen zur Altersarmut auf und stärkte das politische Bewusstsein, dass Care-Arbeit eine gesellschaftlich relevante Aufgabe ist, die nicht in die Falle der Altersarmut führen darf.
Weitere Informationen auf dem Facebook- und Instagram-Kanal und auf der Bündnis-Homepage: https://buendnis-altersarmut.bayern/

