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Die politische Arbeit des Frauenbundes

01.12.2025

Frauenrechte als Thema in Bayerns Lehrpläne

Die Landesdelegiertenversammlung in Bayern stellt jedes Jahr die Weichen für die gesellschaftspolitische Ausrichtung und Lobbyarbeit des Verbandes. Unter das Thema „Starke Frauen – starke Demokratie“, das die Arbeit des Landesverbandes derzeit prägt, fällt auch der Antrag, die Entwicklung der Frauenrechte als Lehrinhalt verpflichtend in den Lehrplan der weiterführenden Schulen in Bayern zu verankern. Gefordert wird die Behandlung der Frauenrechte als festen Bestandteil im Geschichts-, Politik-, Sozialkunde-, Religions- und Ethikunterricht, die Entwicklung didaktischer Materialien und Fortbildung von Lehrkräften zu diesem Themenspektrum, sowie die Einbindung von Projekten, Workshops und Gesprächen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, um das Thema erlebbar zu machen.

Wichtig für demokratische Bildung

Frauenrechte sind ein zentraler Bestandteil gesellschaftlicher und historischer Entwicklungen. Das Bewusstsein für Gleichberechtigung, Diskriminierung und soziale Gerechtigkeit trägt wesentlich zur demokratischen Bildung junger Menschen bei. Schülerinnen und Schüler sollen frühzeitig lernen, wie sich Frauenrechte im Laufe der Geschichte entwickelt haben, welche Hindernisse überwunden wurden und welche Herausforderungen noch bestehen. Frauenrechte und Frauenwahlrecht sind zwar bereits in den Lehrplänen enthalten, wie intensiv sie im Unterricht behandelt werden, liegt jedoch in der Verantwortung der jeweiligen Lehrkraft. Hier wird eine stärkere Verbindlichkeit gefordert.

Gespräche mit Bayerischem Landtag

Im Oktober 2025 besuchten Mitglieder der Projektgruppe des Landesverbandes gemeinsam mit der kommissarischen Landesvorsitzenden Tanja Pichlmeier (2.v.l.) und der stellvertretenden Landesvorsitzenden Sabine Slawik (1.v.l.) den Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags. Der Besuch bot die Gelegenheit, Einblicke in aktuelle bildungspolitische Themen und Entscheidungsprozesse zu gewinnen und erste Impulse für die strategische Umsetzung des aktuellen Antrags zu sammeln. Die gewonnenen Eindrücke fließen in die weitere Arbeit der Projektgruppe und in die politische Lobbyarbeit des Landesverbandes ein. Ergänzende Gespräche mit den bildungspolitischen Sprecher*innen der Parteien sind geplant, um die Anliegen des Verbandes auch auf politischer Ebene weiter zu verankern.

Lesen Sie mehr unter: www.frauenbund.de

 

 

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 130.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen in Kirche, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ein.
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