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„Den Glauben gemeinsam feiern“

Svenja Stumpf

Svenja Stumpf hat den Frauenbund über den Synodalen Weg kennengelernt - und wurde gleich Mitglied

31.03.2022

Die Studentin der Religionspädagogik und KDFB-Frau Svenja Stumpf (27) engagiert sich beim Katholikentag in Stuttgart, der vom 25. bis 29. Mai unter dem Leitwort „leben teilen“ stattfindet. Gläubige aller christlichen Konfessionen und vieler Religionen aus Deutschland, Europa und der Welt nehmen teil.

Es ist meine große Hoffnung, dass der Synodale Weg beim Katholikentag viel Beachtung bekommt. Ich bin Mitglied bei der Synodalversammlung. Wenn es um das Thema Zukunft der Kirche geht, ist der Synodale Weg ein Hoffnungsschimmer für mich. Dort streiten und diskutieren Reformwillige und Bewahrer*innen kirchlicher Strukturen. Auf diese Weise haben katholische Laien in Zeiten der Missbrauchskrise eine Chance, mit den deutschen Bischöfen ins Gespräch zu kommen.  

Über den Synodalen Weg habe ich auch den Frauenbund kennengelernt. In meiner Heimatgemeinde Fellbach bei Stuttgart hat sich eine Woche nach der ersten Synodalversammlung vor zwei Jahren ein neuer Zweigverein gegründet. Da dachte ich: Cool, dass es jetzt auch bei uns einen KDFB gibt! Das muss unterstützt werden! Ich habe meine Mutter motiviert, und wir sind beide eingetreten. So werde ich bestimmt den KDFB-Stand auf der Kirchenmeile des Katholikentags besuchen, vor allem aber helfe ich im Zentrum der Jugend mit. 

Auch wenn die katholische Kirche gerade massiv an Glaubwürdigkeit verliert, kehre ich ihr noch nicht den Rücken. Im Gegenteil: Ich will in der Kirche bleiben und dafür kämpfen, dass sich etwas verändert. Schon seit einigen Jahren trenne ich zwischen der Institution Kirche und dem Glauben.  

Mein persönlicher Glaube wurde durch das Ministrieren geprägt. Das habe ich geliebt! Ich war mit Leib und Seele Ministrantin. Ohne das Ministrieren würde ich mich heute nicht für die Kirche engagieren, und sie wäre mir bestimmt nicht so wichtig. 

Seit meiner Jugend helfe ich auch bei Katholikentagen mit. Es ist toll, wenn eine ganze Stadt plötzlich Kirche ist. Das Gemeinschaftsgefühl dabei begeistert mich. Auch wenn es zurzeit viele negative Nachrichten über die katholische Kirche gibt, wünsche ich mir, dass sie sich nicht versteckt. Stattdessen wollen wir Katholikinnen und Katholiken hinausgehen in die Welt und zeigen, dass wir da sind, dass wir Gutes tun und bewirken.  

Ich erwarte mir von diesem Katholikentag, dass wir dort ein positives Bild von der Kirche zeigen, aber auch über kritische Themen, zum Beispiel über den Missbrauchsskandal oder die Rolle der Frau, offen reden. Außerdem freue ich mich darauf, nicht nur zu diskutieren, sondern den Glauben gemeinsam mit allen Generationen zu feiern.         

 Protokoll: Karin Schott

KDFB-Aktionen auf dem Katholikentag 

 

 #AdultsToo – Missbrauch an Erwachsenen im Raum der Kirche

ein Podium am Donnerstag, 26. Mai, von 16.30 bis 18 Uhr. Liederhalle Beethoven-Saal, Berliner Platz 1, Stuttgart.

Brot und Rosen – Ein Feierabend für Frauen

am Freitag, 27. Mai, von 18 bis 23 Uhr. KDFB-Bundesverband und Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart laden ein zu Agapefeier, Frauen-Begegnungsfest, offenem Singen, Nachtgebet.
Kirche und Gemeindehaus St. Georg, Heilbronner Str. 135, Stuttgart.

KDFB-Stand auf der Kirchenmeile

Herzliche Einladung zum Besuch, zum Verweilen, zum Austausch und zum Spiel am Frauenbund-Kicker. Das Zelt wird von Donnerstag bis Sonntag, 26. bis 29. Mai, ein Ort der Begegnung sein – wir freuen uns auf Sie! 

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 160.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen in Kirche, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ein.
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