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„Ich wünsche mir einen Dialog zwischen Jung und Alt“

01.02.2022

Die 20-jährige Antonia Lerchl aus Tittling bei Passau ist eine der jüngsten Frauen-bundsfrauen. Sie erzählt, warum sie dem Frauenbund beigetreten ist und was sie am Verbandsleben schätzt.

Frauengottesdienste feiern. Adventskränze binden. Beim Secondhand-Faschingsmarkt für einen guten Zweck mithelfen. Daran denkt Antonia Lerchl, wenn vom Frauenbund im heimatlichen Tittling die Rede ist. Da macht sie gerne mit. Schon als Kind war sie oft dabei, wenn im Zweigverein etwas los war. Denn ihre Mutter Waltraud Lerchl und ihre Großmutter Edda Pauli engagieren sich seit vielen Jahren im Frauenbund.

Bereits als Sechsjährige habe sie sich in der Frauengemeinschaft vor Ort wohlgefühlt. „Das ist bis heute so geblieben“, sagt sie. Und noch mehr: Seit ihre Mutter stellvertretende Diözesanvorsitzende in Passau geworden ist, bekommt Antonia aus erster Hand mit, wie sich der Frauenbund für Frauenrechte starkmacht. Zum Beispiel in der Schwangerenberatung. „Ich finde es mutig, dass sich eine katholische Organisation dafür einsetzt, Schwangere in Notlagen auch in kirchlichen Beratungsstellen ergebnisoffen zu beraten“, sagt Antonia. Aber auch Aktionen des VerbraucherService, etwa für den Klimaschutz, sprechen sie an.

Vor dem Studium als Rettungssanitäterin unterwegs

Ihre Entscheidung, dem Frauenbund beizutreten, war nur folgerichtig. Zumal sich Antonia Lerchl, die derzeit Gesundheitswissenschaften studiert, gerne engagiert. Sie ist Semestersprecherin, außerdem in der Fachschaft des Campus aktiv. Damit setzt sie fort, was sie bereits in der Schulzeit begonnen hat. Als Abiturientin bekam sie Preise verliehen für ihr vielfältiges Engagement. Nach dem Abitur letztes Jahr hat sie einen Bundesfreiwilligendienst als Rettungssanitäterin absolviert. Und wenn sie vorausdenkt, kann sie sich gut vorstellen, in die Politik zu gehen. Die Gesundheit der Gesellschaft zu fördern, diese Aufgabe würde ihr liegen.

Den Blick junger Frauen auf das politische Engagement des Frauenbundes lenken

Im Frauenbund träfe Antonia gerne auf mehr junge Frauen. Auch wenn sie weiß: „Die Älteren mit ihrer Lebenserfahrung sind die Schätze des Frauenbundes.“ Einen Dialog zwischen Jung und Alt würde sie sich im Frauenbund wünschen. „In Tittling“, sagt sie, „gab es eine Mutter-Kind-Gruppe, die jetzt den Vorstand des Zweigvereins verjüngt“. Wie aber finden junge Frauen zum KDFB? „Vielleicht“, meint Antonia, „müssten gerade die jungen Mitglieder, mich eingeschlossen, im Freundeskreis mehr davon erzählen, was der Frauenbund macht.“ Denn junge Frauen wüssten gerade vom politischen Engagement des Verbandes wenig.

Der Frauenbund ermöglicht es, dass Frauen sich solidarisieren und gemeinsam für ihre Anliegen in Politik und Kirche kämpfen. Spirituelle Anregungen stärken sie dabei. Für Antonia aber ist der Frauenbund auch und vor allem „eine weite Familie, die ich mir selbst aussuchen kann. Im Frauenbund kann ich mit anderen zusammen etwas bewegen oder einfach etwas Schönes unternehmen“, sagt sie.

Junge Frauen im KDFB

Der Aktionskreis „Junge Frauen“ ist ein Netzwerk des bayerischen Landesverbands, das sich mit den Anliegen junger Mitglieder sowie der Eltern-Kind-Arbeit befasst. Derzeit zum Beispiel mit der Situation der Familien in der Pandemie. Junge KDFB-Frauen, die ihre Ideen einbringen möchten, können sich an die Leiterin Friederike Kukula wenden unter kukula@frauenbund-bayern.de

Autorin: Maria Sileny

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 160.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen in Kirche, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ein.
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