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Zu wenig Hitzeschutz in Städten

Bäume als Schutz vor Hitze in Städten

17.06.2026

In deutschen Städten gibt es nach einer Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe immer weniger Bäume. Das könnte an heißen Sommertagen zum Problem werden. Deutsche Städte sind nach Darstellung der Deutschen Umwelthilfe durch Versiegelung und den Verlust von Bäumen schlecht vor extremer Hitze geschützt. In ihrem jährlichen Hitze-Check stellte die Umwelthilfe fest, dass mehr als 900 000 Bäume in den vergangenen sieben Jahren aus den untersuchten 195 Städten verschwunden sind.

Zu starke Flächenversiegelung

Erstmals sei auch die sogenannte Baumbeschirmung, also der Schatten durch Pflanzen, die mehr als 2,5 Meter hoch sind, untersucht worden, teilte die Umwelthilfe  mit. Der wissenschaftlich empfohlene Richtwert sei dabei eine Beschirmung von mindestens 30 Prozent. Dies hätten nur sieben Städte erreicht. In allen untersuchten Städten wurden laut Umwelthilfe zudem neue Flächen versiegelt. Besonders schlecht hätten Offenburg, Lahr und Mannheim abgeschnitten. Positiv erwähnt wurden Kiel und Wuppertal.

Umwelthilfe-Geschäftsführerin Barbara Metz warf Bauministerin Verena Hubertz (SPD) vor, mit ihrer Politik die Flächenversiegelung „massiv“ voranzutreiben. „Bäume sind unsere grüne Lunge“, sagte Metz. Sie forderte verbindliche Vorgaben für Entsiegelung, mehr Stadtgrün und damit mehr Schatten.

Mindestens drei Bäume im Blickfeld

Als Hitzeschutzmaßnahme schlägt die Umwelthilfe die Umsetzung der „3-30-300 Regel“ vor: Jeder solle von zu Hause aus mindestens drei Bäume sehen können, das Umfeld eine 30-prozentige Baumbeschirmung haben und die nächste Grünfläche maximal 300 Meter entfernt sein.

Der Verband führt seit 2024 jährlich einen Hitze-Check durch. Anhand unterschiedlicher Indikatoren soll dadurch die Hitzebetroffenheit untersuchter Städte eingeschätzt werden können.

ko/epd

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