Menü

Vorsitzender der Bischofskonferenz: Synodaler Weg sehr wertvoll

21.05.2024

Die katholische Kirche in Deutschland ist im Umbruch. Das liegt mit an den Missbrauchsskandalen. Für umso wichtiger hält der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing (Foto), den Reformkurs Synodaler Weg.

Für Bätzing steckt die katholische Kirche weiter in der Krise. „Das ist ein Epochenwandel, den wir im Moment erleben“, sagte der Limburger Bischof dem SWR-Hauptstadtstudio im Interview der Woche. Das liege einerseits daran, dass nach 150 Jahren die Zeit der Volkskirche vorbei sei, aber auch an den hohen Austrittszahlen.

Diese seien teils demografisch bedingt und eine Folge der Missbrauchsfälle. „Das Entscheidende ist natürlich die Reaktion auf den Missbrauch durch Priester und Kleriker in der katholischen Kirche“, so Bätzing. Diese Verbrechen hätten auch viele gläubige Christen erschüttert und dazu gebracht, aus der Kirche auszutreten.

Den von den katholischen Bischöfen und Laien angestoßenen Reformkurs Synodaler Weg als Antwort auf den Missbrauchsskandal hält Bätzing weiterhin für sehr wertvoll. Reformen in der Kirche seien wichtig, um ihre Glaubwürdigkeit wiederherzustellen. Es bewege ihn zudem, wie viele Beschlüsse bereits umgesetzt worden seien.

Zugleich räumte der Vorsitzende der deutschen Bischöfe ein, dass die Kommunikation mit dem Vatikan hierzu nicht gut gelaufen sei. „Wir hätten viel mehr die Begegnung suchen müssen“, so Bätzing. Auf der anderen Seite sei es bedauernswert, dass die Vertreter der katholischen Laien aus Deutschland als gleichberechtigte Vertreter nicht von Rom eingeladen wurden.

kna/sco

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 145.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen in Kirche, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ein.
© 2024 | KDFB engagiert