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UN Women fordert besseren Schutz vor digitaler Gewalt

24.03.2026

Die Organisation UN Women Deutschland fordert Politik und Plattform-Betreiber auf, Frauen und Mädchen besser vor digitaler Gewalt zu schützen. Insbesondere bei der digitalen Partnerschaftsgewalt handele es sich nicht um Einzelfälle, erklärte der Verein am Freitag. Es gehe um ein strukturelles Problem. UN Women wirbt für ein neues Gesetz, um Betroffenen umfassenden Schutz zu gewährleisten. Ein solches Gesetz müsse zudem in eine politische Gesamtstrategie zur Beendigung geschlechtsspezifischer Gewalt eingebettet werden. Angela Langenkamp, Vorsitzende von UN Women Deutschland, zitierte in diesem Zusammenhang die Französin Gisèle Pelicot: Die Scham muss die Seite wechseln. Pelicots Ehemann hatte Online-Foren genutzt, um jahrelang fremde Männer für Vergewaltigungen an seiner betäubten Frau anzuwerben. Insgesamt 51 Angeklagte standen deshalb 2024 vor Gericht. Alle wurden schuldig gesprochen. Digitale Gewalt in (Ex-)Partnerschaften sei ein wachsendes Problem, das durch immer neue Technologien verstärkt werde, warnte Langenkamp. Dieser Entwicklung müsse Einhalt geboten werden. UN Women setzt sich für eine weltweite Gleichstellung der Geschlechter ein und unterstützt die UN-Mitgliedstaaten bei der Umsetzung dieser Politik.                                         kna/sco

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