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Umfrage: Deutsche zuversichtlich – Gefühl von Ungerechtigkeit

Was bringt die Zukunft? Die Mehrheit schaut zuversichtlich nach vorne. Foto: istockphoto.com/fcscafeine

10.01.2023

Kurz nach dem Jahreswechsel sind die meisten Deutschen grundsätzlich zuversichtlich. Eine Mehrheit glaubt aber, dass es in der Bundesrepublik ungerecht zugeht. 62 Prozent glauben, dass 2023 für sie persönlich ein eher gutes Jahr wird. Nur 23 Prozent glauben, dass das neue Jahr für sie ein eher schlechtes wird, ergibt eine am Donnerstag in Köln veröffentlichte repräsentative Umfrage von infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend. Dieser grundsätzlich positive Blick ist allerdings abhängig vom monatlichen Einkommen: Unter den Menschen mit einem Haushalts-Nettoeinkommen von mehr als 3.500 Euro pro Monat gehen 70 Prozent davon aus, 2023 werde für sie persönlich eher ein gutes Jahr – und 20 Prozent erwarten ein eher schlechtes Jahr. Bei Menschen mit geringerem Einkommen (unter 1.500 Euro) ist der Blick etwas nüchterner: 40 Prozent rechnen für sich persönlich mit einem eher guten Jahr, 45 Prozent erwarten hingegen ein eher schlechtes Jahr. Der Blick auf die derzeitigen Verhältnisse in Deutschland ist insgesamt jedoch pessimistischer als der persönliche Blick auf 2023: Nur 36 Prozent der Wahlberechtigten finden, dass es in Deutschland alles in allem eher gerecht zugeht – eine Mehrheit von 58 Prozent gibt an, dass es ihrer Meinung nach eher ungerecht zugeht. Das sind 13 Prozentpunkte mehr als im September 2021, also noch vor dem Ukraine-Krieg und den folgenden Preissteigerungen. Zugleich markiert diese Zahl einen Höchststand im ARD-DeutschlandTrend seit 13 Jahren.

kna/ckr

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