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Neue Präsidentin des Zentralkomittee der deutschen Katholiken (ZdK)

Irme Stetter-Karp, Präsidentin des ZdK

09.12.2021

Irme Stetter-Karp ist als zweite Frau nach Rita Waschbüsch (1988 bis 1997) zur neuen Präsidentin des ZdK gewählt worden. Sie folgt auf  Thomas Sternberg, der nach sechs Jahren Amtszeit nicht erneut kandidiert hat. „Glücklich und mit tiefem Respekt vor dem Amt“ nahm Irme Stetter-Karp   die Wahl an. Mit Leidenschaft werde Sie ihr Amt ausfüllen.

 

„Vor allen Einzelfragen ist die Frage der Solidarität in unserer Gesellschaft zentral“, sagt die neue Präsidentin. Als ZdK-Präsidentin wird sie künftig auch Präsidentin des Synodaler Weges sein und damit den Reformprozess der katholischen Kirche mit verantworten. Das ZdK dürfe sich von binnenkirchlichen Debatten nicht völlig einnehmen lassen.„Wir können es uns nicht leisten, uns ins gesellschaftliche Abseits zu spielen.“ Das Ergebnis des Synodalen Weges spielt dabei eine wichtige Rolle. „Reformen sind unverzichtbar und überfällig. Sollten sie gelingen, dann haben wir mindestens die Chance, verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen.“

Zum gesellschaftlichen Zusammenhalt gehören vor allem die Belange der Jungen.„Die Zukunftsperspektiven von Kindern und jungen Menschen müssen auf die Tagesordnung, auch beim ZdK. Die jungen Generationen werden in einer überalterten Gesellschaft wie der unseren leicht übersehen. Da müssen wir gesellschaftspolitisch mit starker Stimme gegensteuern.“

Irme Stetter-Karp ist promovierte Sozialwissenschaftlerin, Diplom-Sozialarbeiterin und Diplom-Pädagogin und arbeitete in verschiedenen Führungspositionen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Zuletzt bis zu ihrem Ruhestand im September 2020 als Leiterin der Hauptabteilung Caritas im Bischöflichen Ordinariat. Dem ZdK gehört sie seit Ende der 1980er Jahre mit Unterbrechungen an.

Neben Irme Stetter-Karp sind auch die gewählten Vize-Präsident*innen Birgit Mock, Claudia Nothelle, Thomas Södling und Wolfgang Klose neu im Amt. „Damit bricht eine neue Ära für das Zentralkomitee der deutschen Kaholiken an, denn auf die zweite Frau als Präsidentin hat die katholische Lai*innenbewegung fast ein Vierteljahrhundert gwartet“, sagt Maria Flachsbarth, Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB).

Der KDFB begrüßt die Wahl einer Frau ausdrücklich und betont, dass mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche, auch in Führungspositionen zu einer Selbstverständlichkeit werden muss. Mit ihrer Wahl zur Vizepräsidentin wird Birgit Mock aus dem KDFB-Bundesvorstand austreten.

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 160.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen in Kirche, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ein.
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