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Mehr Hilfe für Long-Covid-Erkrankte

Frau mit Hand auf der Brust
13.09.2023

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will mehr für Patienten mit einer Long Covid-Erkrankung tun. So soll es  mehr Geld für Forschungen geben und einfacher sein, Medikamente einzusetzen, die zur Bekämpfung anderer Krankheiten entwickelt wurden, aber auch bei Long Covid-Symptomen helfen. Dabei spiele es keine Rolle, ob der Patient durch eine Corona-Infektion oder durch eine Impfung an Long Covid erkrankt sei.

2,5 Millionen Erkrankte in Deutschland

Untersuchungen zufolge sind in Deutschland rund 2,5 Millionen Menschen an Long Covid erkrankt. Viele könnten nur noch teilweise arbeiten oder seien berufsunfähig. Laut Expertenmeinung gehört das Chronische Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) zu den häufigsten Folgeerscheinungen. Bereits vor der Pandemie habe es rund 300.000 daran erkrankte Menschen in Deutschland gegeben. Im zweiten Jahr der Pandemie habe sich diese Zahl verdoppelt. Weitere Symptome können Gedächtnisprobleme und Organschäden sein.

Hilfsangebote online

Das Bundesgesundheitsministerium hat im Juli die Website www.bmg-longcovid.de mit Hinweisen auf Hilfsangebote, Informationen zum aktuellen Forschungsstand sowie Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Long Covid freigeschaltet. Für Forschungen stellte das Ministerium 20 Millionen Euro zur Verfügung, hinzu kamen weitere 20 Millionen Euro aus einem Spezialtopf, der auch von gesetzlichen Krankenkassen finnanziert wird. In den anstehenden Haushaltsberatungen will Lauterbach für weitere 60 Millionen Euro werben. Es solle nun zügig eine Liste mit Medikamenten erstellt werden, die für andere Krankheiten entwickelt wurden, aber auch bei Symptomen von Long Covid wirksam sind (O-Label-Therapie). Dadurch soll  für die Ärzte, die die Medikamente verschreiben, Rechtssicherheit geschaffen werden.

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