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Fast jedes zweite Schulkind schläft schlecht

14.09.2026

Viele Schulkinder an weiterführenden Schulen sind einer Studie zufolge gesundheitlich angeschlagen. Beinahe die Hälfte der Schulkinder aus den Klassen fünf bis zehn hat laut der Studie DAK-Präventionsradar wenigstens einmal pro Woche Schlafprobleme. Rund zwei Drittel seien mindestens einmal in der Woche erschöpft. Diese Werte seien im Vergleich zum Schuljahr 2019/2020 um rund zehn Prozentpunkte gestiegen. Etwa jeder Zweite fühle sich nicht vollumfänglich wohl.

„Wer schon in jungen Jahren erschöpft ist oder sogar unter Schlafstörungen leidet und nicht weiß, wie er mit solchen Belastungen umgehen kann, hat schlechtere Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der DAK-Gesundheit Andreas Storm. Für die Studie befragte das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung im Auftrag der DAK-Gesundheit rund 30.000 Schulkinder der Klassen fünf bis zehn aus 15 Bundesländern.

Aus Sicht des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte spielt übermäßige Mediennutzung bei Schlafproblemen eine Rolle. „Kinder und Jugendliche, die bis spät in den Abend soziale Medien nutzen oder, algorithmisch getriggert, aufwühlende Videos konsumieren, werden vom gesunden Schlaf abgehalten“, sagte Verbandspräsident Michael Hubmann.

Gegenmittel könne eine bessere Gesundheitskompetenz der Kinder sein. Wir müssen sie bei Kindern und Jugendlichen stärker fördern und Gesundheit als festen Bestandteil von Bildung begreifen, sagte DAK-Vorstand Storm. Derzeit verfüge die weite Mehrheit der Schulkinder nur über eine unzureichende Gesundheitskompetenz. Drei von vier fänden es gut, ein neues Schulfach „Gesundheit“ zu haben.

Die DAK-Gesundheit ist mit 5,4 Millionen Versicherten nach eigenen Angaben die drittgrößte Krankenkasse Deutschlands.

KNA/ckr

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