Entwicklungszusammenarbeit: Kürzung trifft Frauen besonders
Unter den Mittelkürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit leiden vor allem Frauen und Mädchen. Foto: Alef Multimedia/Oxfam
Die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe sinken weiter. Aus Sicht der Entwicklungsorganisation Oxfam leiden vor allem Frauen und Mädchen unter dieser Entwicklung.
Die weiteren Mittelkürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit verursachen einer Analyse zufolge starke Rückschritte bei der Geschlechtergerechtigkeit. Das geht am Montag aus einer Erhebung im Auftrag der Hilfsorganisation Oxfam Deutschland hervor. Demnach könnten bis zum kommenden Jahr rund 1,8 Milliarden Euro für Fördermaßnahmen von Frauen und Mädchen wegfallen.
„Während sie Entwicklungszusammenarbeit immer stärker an wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen ausrichtet, stellt sie die Rechte von Frauen und Mädchen zurück und gefährdet wichtige Fortschritte“, beklagte Oxfam-Referentin Pia Schwertner. Gesundheitsstationen müssten schließen, Mädchen verlören ihren Schulplatz, Frauen fänden keinen Schutz vor Gewalt.
Laut Oxfam sanken die deutschen Zusagen für Frauenrechtsorganisationen und feministische Bewegungen von durchschnittlich 16 Millionen Euro pro Jahr im Zeitraum 2021 bis 2022 auf rund zehn Millionen Euro jährlich zwischen 2023 und 2024.
kna/sco

