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Liebe Leserinnen und Leser,

Dr. Elfriede Schießleder

Novembergedanken sind selten himmelhochjauchzend. Was das Jahresende uns an Absterben in der Natur vor Augen führt, gilt im übertragenen Sinne auch für den Lebensverlauf des Menschen. Jeder erfüllten Zeit folgt unweigerlich deren Begrenzung und das Wissen um ihr Erlöschen. Nicht die Zahl der Jahre entscheidet über unsere Lebensfreude, sondern unser Umgang damit. Das will beachtet werden. 

Was Menschen im fortschreitenden Trauerprozess des Abschieds vom Leben brauchen, ist inzwischen auch in der nüchternen Medizin angekommen: Spiritual Care – so lautet der Fachbegriff.

Die Bibel wusste es schon immer: Des Menschen Leib braucht einen Halt in Geist und Seele. Wenn Angst und Depressionen in unserer Zeit trotz allem Wohlstand immer mehr zunehmen, scheint dies wie ein Beweis dafür. Die immer länger werdende Pflegephase zum Lebensende hin wird Herausforderung für alle Beteiligten: Keine/Keiner soll ungetröstet bleiben. Welche Sensibilität dazu von Medizin und Seelsorge einzuüben ist, lesen Sie in unserem Beitrag "Was wird aus mir?"     

Herzlichst 

Ihre

Elfriede Schießleder

Vizepräsidentin und Bayerische Landesvorsitzende 
des Katholischen Deutschen Frauenbundes