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Foto: corbis

Gelebte Spiritualität im Frauenbund

Mit aktuellen Impulsen laden die spirituellen Begleiterinnen des Frauenbundes zur Besinnung ein:

Der Bayerische Landesverband des KDFB veranstaltet Studientage und Seminare, bei denen Frauen Spiritualität in der Gemeinschaft erfahren können. Mehr

Frauenspiritualität - Gottes Nähe suchen

"Ich bin sicher, dass Gott bei mir ist", sagt Rosemarie W. (57). "Ich habe das erst wirklich gemerkt, als mein Mann einen schweren Schlaganfall hatte. Ich wusste plötzlich, Gott ist bei mir, er leidet mit mir, er begleitet uns."

 

In allen Phasen ihres Lebens suchen Frauen nach Gott und nach einem echtem Ausdruck für ihren Glauben. Wie ein farbenfrohes Mosaik setzt sich weibliche Spiritualität deshalb aus vielen Elementen zusammen. Frauen suchen Gottes Nähe im Alltag und im Kloster, im Einsatz für Gerechtigkeit genauso wie im stillen Gebet und in mystischen Momenten. Sie pilgern auf dem Jakobsweg, nach Lourdes, durch die Wüste oder nach Jerusalem, lassen sich von heiligen Frauen inspirieren und fordern Gleichberechtigung in der Kirche. Aus dem Rhythmus des Kirchenjahres schöpfen sie Kraft und gestalten christliches Leben in ihren Gemeinden mit. 

 

Glaubenspraxis

Glaubenspraxis

Sich ausrichten auf das Heilige

Frauen erproben neue und alte Wege, um ihr geistliches Leben lebendig zu gestalten. 

Anlässlich des Papstbesuches in Deutschland hatte der Frauenbund Frauen aus ganz Deutschland aufgerufen persönliche Gebete zu schreiben. Das Ergebnis war überwältigend. Rund 1.000 Gebete gingen beim Frauenbund ein. 80 von ihnen können in dem Buch Frauen. Leben. Beten. nachgelesen werden. 

Der Mensch, ein Wesen aus Körper, Geist und Seele erfährt Gott in dieser Einheit. Doch ist diese Einheit gestört, wenn es in einer Gesellschaft immer selbstverständlicher wird, den eignen Körper zu missachten. Besonders Frauen versuchen sich gegen diesen Trend zu stemmen und in ihrer Spiritualität den Körper mit einzubeziehen: mehr dazu

Wer in die Tiefe hinabsteigt, begegnet seinem göttlichen Kern“, wissen Frauen, die sich regelmäßig auf die Erfahrung der Stille einlassen. Sie versuchen sich damit im Urgrund Gottes zu verankern: mehr dazu

Ganz aktiv gehen Frauen innere Veränderungen an, wenn sie sich aufmachen und das Pilgern als spirituellen Weg für sich entdecken: mehr dazu

Unter dem Stichwort Glaube und Spiritualität finden Sie im Archiv der Mitgliederzeitschrift des KDFB über 70 Artikel zu diesem Thema: mehr dazu

 

Heilige Frauen

Heilige Frauen

Die Botschaft für heute erkennen

 

Wer auf das Leben von heiligen Frauen sieht, kann viel für das eigene Glaubensleben gewinnen. Dazu bieten sich vor allem die Patroninnen Europas an: Katharina von Siena,  Birgitta von Schweden und Edith Stein. Frauen machen sich immer wieder auf den Weg, auf den Spuren dieser Heiligen zu reisen, um ihnen näher zu kommen: mehr dazu

Als ewig aktuelle Heilige kann Katharina von Siena gelten. Sie kümmerte sich Ende des 14. Jahrhunderts mit Hingabe um Alte, Kranke und Verstoßene. Als gläubige und mystische Frau, lebte sie in strenger Askese und führte ein kontemplatives Leben. Immer wieder wies sie öffentlich auf kirchliche, gesellschaftliche und politische Missstände hin, äußerte Kritik am Handeln der Verantwortlichen. Neben ihrer sozialen und karitativen Tätigkeit beriet sie Bischöfe und Päpste und trat als Vermittlerin bei Friedensverhandlungen auf. Der Frauenbund feiert an ihrem Festtag den Tag der Diakonin. Mehr zu ihrem Leben: mehr dazu

Auch das Leben der Elisabeth von Thüringen hat Frauen immer wieder dazu motiviert, ihre eigene Christusnachfolge ernsthaft auseinander zu setzen. Mehr über das Leben von Elisabeth und ihre bis heute aktuelle Botschaft: mehr dazu

 

Diakonat der Frau

Diakonat der Frau

Frauenbund hält Diakonat der Frau für überfällig

Die meisten diakonischen Aufgaben in der Kirche werden bereits von Frauen geleistet. Deshalb fordert der Frauenbund seit über 10 Jahren, dass auch Frauen durch eine Weihe sakramental in die kirchlichen und diakonischen Strukturen einbezogen werden. Um daran zu erinnern, feiert der KDFB am 29. April, dem Festtag der heiligen Kathrina von Siena, den "Tag der Diakonin": Lesen Sie hierzu eine Pressemitteilung des Bayerischen Landesverbandes und eine Pressemitteilung des Bundesverbandes des KDFB. 

Seit 1999 haben sich 23 Frauen in zwei dreijährigen Kursen des "Netzwerk Diakonat der Frau" auf Tätigkeiten als Diakonin ausbilden lassen. Die Ausbildungsordnung entspricht der von männlichen Diakonen. Der KDFB unterstützt das Netzwerk und hofft, dass sich die Verantwortlichen in der katholischen Kirche endlich für den Diakonat der Frau aussprechen und ihn als Bereicherung für christliches Leben aus dem Glauben betrachten.

Lesen Sie mehr über die Erfahrungen der Frauen aus dem ersten Diakonatskurse: hier.

Unter dem Stichwort Kirche finden Sie im Archiv der Mitgliederzeitschrift des KDFB über 30 Artikel, die sich mit kirchenpolitischen Themen beschäftigen: hier