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Gott, die Menschen und ich

Öffentliche Glaubenszeugnisse von Frauen sind nicht oft zu hören, Foto: Bardehle

Das Zweite Vatikanische Konzil hat festgelegt: Kraft Taufe dürfen Laien, Männer wie Frauen, predigen. Trotzdem sind Gedanken und Glaubenszeugnisse von Frauen nicht sehr oft zu hören.

Seit dem Mittelalter galt in der katholischen Kirche für Laien ein absolutes Verbot zu predigen, was sogar Ordensleute einschloss. Das Recht zu predigen hatten ausschließlich Priester und Diakone.

Das Zweite Vatikanische Konzil hob das Verbot auf. Kraft der Taufe können Laien durch ausdrückliche kirchliche Beauftragung zur Wortverkündigung herangezogen werden. Allerdings wird unterschieden, ob es sich um eine Predigt bei Wortgottesdiensten oder in einer Eucharistiefeier handelt. Nur in besonderen Ausnahmefällen können Laien bei Eucharistiefeiern predigen, zum Beispiel bei Kindermessen oder einer Messfeier für kleine Gruppen. Wenn die Predigt als so­genannte „Statio“ zu Beginn der Eucharistiefeier stattfindet, dürfen sie auch Laien übernehmen.

Autorin: Anne Granda
aus: KDFB Engagiert 7/2018

 

 

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