KDFB

Was tun mit den Tickets, wenn Veranstaltungen ausfallen?

Ein Rechtstipp des VerbraucherService Bayern im KDFB

Verbraucher*innen, die vor dem 8. März 2020 Tickets für Konzerte, Festivals, Theatervorstellungen oder sonstige Freizeitveranstaltungen gekauft haben, konnten diese wegen der Corona-Pandemie im Regelfall nicht besuchen. Das Veranstaltungsverbot machte eine Absage oder Verschiebung unumgänglich. Nach einer aktuellen Gesetzesänderung müssen sich die Verbraucher*innen mit einem Wertgutschein zufrieden geben. Sie haben kein Recht, den gezahlten Ticketpreis vom Veranstalter zurückzuerhalten. Die sofortige Auszahlung des Gutscheines ist nur in besonderen finanziellen Härtefällen möglich, die es nachzuweisen gilt.

 „Wenn Sie den Wertgutschein bis Ende 2021 nicht für einen Nachholtermin oder ein anderes kulturelles Angebot des Veranstalters einlösen, können Sie ab Januar 2022 die Auszahlung des Guthabens verlangen“, erklärt Susanne Gelbmann, Verbraucherberaterin beim VerbraucherService Bayern. „Die Gutscheine sind allerdings nicht abgesichert – somit tragen die Verbraucher*innen im Falle einer Pleite des Veranstalters das Insolvenzrisiko. Eine Preissteigerung für einen Nachholtermin wird vermutlich ebenfalls auf die Kunden abgewälzt“, kritisiert die Beraterin.  

Möchten Sie aus Sorge vor dem Virus Tickets für eine Veranstaltung zurückgeben, die nicht oder noch nicht abgesagt wurde, bleiben Sie vertraglich gebunden und haben keinen Rechtsanspruch auf Erstattung des Geldes oder auf einen Gutschein. Es bleibt der Versuch, mit dem Veranstalter eine kulante Lösung zu vereinbaren.   

Weitere Informationen: VerbraucherService Bayern im KDFB

Foto: mauritius images/Björn Wylezich/Alamy