KDFB

So ernähren Sie sich klimaschonend

Ernährungsexpertin Annegret Hager, Foto: VerbraucherService Bayern

Diplomökotrophologin Annegret Hager, Ernährungsexpertin beim VerbraucherService Bayern, im Interview.

KDFB engagiert: Was ist ein erster Schritt, um bei der Ernährung klimaschonender zu handeln?

Annegret Hager: Ich empfehle, bei der Planung von Mahlzeiten vom anderen Ende her zu denken. Das heißt, zuerst zu überlegen, welches Gemüse ich verarbeiten will. Dann festzulegen, ob ich dazu Kartoffeln, Nudeln, Reis oder Getreide gebe. Und erst an diesem Punkt der Überlegungen eine kleine Eiweißergänzung einzuplanen. Das muss kein Fleisch sein, sondern es können auch Milchprodukte oder Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen oder Erbsen sein.  

KDFB engagiert: Woran sollte ich mich halten, wenn ich beim Essen etwas fürs Klima tun will?

Annegret Hager: Neben weniger Fleisch und Wurst sind drei Punkte zentral. Regional Angebautes bevorzugen, vor allem was gerade Saison hat, mehr biologisch produzierte Ware kaufen, und möglichst wenig verarbeitete beziehungsweise naturbelassene Produkte wählen.

KDFB engagiert: Sind faire Produkte auch klimaschonend?

Annegret Hager: Sie sind auf jeden Fall nachhaltig und oft auch klimaschonend. Natürlich geht es beim fairen Handel zunächst um gerechtere Bezahlung der Produzentinnen und Produzenten. Aber der faire Handel achtet mitunter auch auf die Produktionsbedingungen, etwa auf den Einsatz von Pestiziden oder auf die Vermeidung von Abholzungen. Das ist dann auch klimarelevant.

Interview: Anne Granda

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