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„Das Wagnis ist gelungen!“

Ehrenamtlicher Einsatz, damit Mütter auch in Konfliktlagen nicht alleine bleiben und Ja sagen können zum Leben: Rita Waschbüsch, Bundesvorsitzende von Donum Vitae. Foto: privat

Rita Waschbüsch, Bundesvorsitzende von Donum Vitae, blickt auf die Herausforderungen der vergangenen 20 Jahre zurück:

„Ohne die Vielen, die anfangs oft nicht nur die eigene Arbeitskraft, sondern auch eigenes Geld investierten, wäre es nicht zu einem so schnellen und erfolgreichen Start gekommen. Donum Vitae hat sich nach den ersten stürmischen Gründungsjahren längst konsolidiert und ist inzwi- schen einer der größten Träger von Schwangerenberatungsstellen geworden. Der Verband darf dankbar auf die große Zahl hervorragend qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter blicken. Durch seine Online-Beratung erreicht Donum Vitae inzwischen vor allem viele junge Menschen mit ihren Fragen zu Sexualität, Schwangerschaft, Liebe und Verantwortung.

Nach zwanzig Jahren kann man gewiss sagen: Das Wagnis ist gelungen. Viele Herausforderungen sind aber geblieben oder stellen sich neu. Das Ziel muss, vor allem in einer sich verändernden Welt, im Bewusstsein bleiben: Mütter zu stärken, zu begleiten, ihnen zu helfen, damit sie auch in Konfliktlagen nicht alleine bleiben und Ja sagen können zum Leben.

Viele unserer Ehrenamtlichen sind schon lange dabei. Manche wollen oder müssen sich allmählich zurückziehen. Für die Zukunft von Donum Vitae wird entscheidend sein, ob es gelingt, auch heute – ohne die Aufregung der Gründungszeit – Begeisterte für die herausfordernde Aufgabe des Lebensschutzes zu gewinnen, Menschen davon zu überzeugen, dass sie die Welt durch ihren Einsatz ein wenig menschlicher machen können.

Da Donum Vitae im Gegensatz zu den meisten anderen Beratungsträgern keine finanzstarken Verbände im Rücken hat und ja auch keine Kirchensteuer erhält, muss der Verein in der Regel 20 Prozent der Personal- und Sachkosten über Spenden und Mitgliedsbeiträge selbst einwerben. Obwohl die Schwangerenberatung Pflichtaufgabe der Länder ist, zahlen diese meist nur 80 Prozent der Kosten. So wird die Mittelbeschaffung auch in Zukunft eine große Herausforderung sein. Mitglieder und Spender waren bisher Garanten unserer seriösen Finanzierung. Weil auch sie älter werden, sollten junge nachwachsen.

Für das Zeugnis vom Geschenk des Lebens braucht Donum Vitae viele MITmenschen.“

Aus: KDFB engagiert 8+9/2019