Inhaltsverzeichnis
Titelbild 10/2017

Artikel in Verbindung

Alles wird digital

Eine Spezialbrille ermöglicht das Eintauchen in virtuelle Welten. Foto: fotolila

Die Zukunft der Arbeit

Ein neues Zeitalter bricht an. Alles wird digital, auch die Erwerbsarbeit. Ein Versuch, in die Zukunft zu blicken.

Am Strand sitzen, Sand, blaues Meer, milde Brise, den Laptop auf dem Schoß… Wäre es nicht wunderbar, so zu arbeiten? Sich wie im Urlaub zu fühlen und dabei Geld zu verdienen? Moderne Technik jedenfalls macht es längst möglich. Und etliche Menschen leben bereits diesen Traum. Digitale Nomaden nennen sie sich. Meist sind sie jung, lieben das Reisen und wollen vor allem eines: Freiheit. Sie arbeiten an den schönsten Stränden der Welt, dafür nehmen sie finanzielle Unsicherheit in Kauf. Programmierer sind unter ihnen, Mediendesigner und Übersetzer. Wie Barbara Riedel aus dem Taunus. Mal hält sich die 29-Jährige im äußersten Süden Spaniens auf, dann wieder in der Dominikanischen Republik oder in Singapur. Texte übersetzen kann sie ja überall, außerdem schreibt sie Bücher, natürlich über das Reisen. Wie andere digitale Nomaden berichtet sie in einem Blog über ihre Erfahrungen und wirbt dabei für Reiseunternehmen oder Versicherungen. Zum Blog gehört auch ein Online-Shop, in dem sie T-Shirts, Taschen, Tassen anbietet. Barbara Riedels Einnahmequelle ist das Internet. Deshalb ist ihr Reisegepäck leicht. Ne­ben einem Badeanzug braucht sie vor allem ihren Laptop, eine Kamera und ein Smartphone. 

Computer haben die Welt auf den Kopf gestellt

Vor ein paar Jahrzehnten noch war ein solcher Lebensstil undenkbar. Im Büro des Jahres 1990 – ist das so lange her? – hat man auf Schreibmaschinen getippt und Fehler mit Tipp-Ex ausgebessert. Wie praktisch war es doch, dass man Mitteilungen per Fax verschicken konnte und nicht alles zur Post tragen musste! Ja, und das Telefonieren ging über Kabel, wie denn sonst? Im Jahr 2000, nur zehn Jahre später, haben Computer mit ihren Suchmaschinen, E-Mails und Programmen die alte Welt auf den Kopf gestellt. Mobiltelefone folgten, die sich rasend schnell zu Smartphones entwickelten, zu Minicomputern für die Hosentasche. Was 1990 wie Science-Fiction klang, ist heute, 2017, schlicht Alltag.

„Das, was in naher Zukunft auf uns zukommt, kann sich heute kaum einer vorstellen.“

Wie werden wir morgen arbeiten? Die Frage schwebt über den Dächern Münchens und richtet sich an Christina Arndt, Unternehmensberaterin und In­novationscoach. Die blonde Mittvierzigerin sitzt in einem Café, von dessen hochgelegener Terrasse man auf das Zentrum der Stadt blicken kann, und sagt Sätze wie: „Das, was in naher Zukunft auf uns zukommt, kann sich heute kaum einer vorstellen.“ Denn Technologien entwickeln sich rasant weiter. Was heute als gegeben gilt, kann morgen schon ganz anders werden. „Wir stehen an der Schwelle einer Entwicklung, die das Leben, die Gesellschaft, die Arbeit mehr verändern wird als die Erfindung der Dampfmaschine oder die Einführung des Fließbands“, sagt die schlanke Frau mit dem wachen Blick. Um ihren Worten Nachdruck zu verleihen, holt Arndt einen schmalen Laptop aus der Handtasche, klappt ihn auf und googelt schnell. 

Eine Grafik der Marktforschungsagentur Gartner erscheint auf dem Bildschirm, sie zeigt die aktuelle Entwicklung von Innovationen. Daran ist abzulesen, dass beispielsweise die Technik der „virtual reality“, der künstlichen Wirklichkeit, kurz vor dem Durchbruch steht. Sie ermöglicht das Eintauchen in virtuelle Welten mittels einer Spezialbrille. Bereits in einigen Jahren, so die Prognosen, soll diese Computersimulation ein neues Zeitalter einläuten. Der Bildschirm, die flache Fläche, wird überholt, die Brille ersetzt ihn, mit ihr lassen sich virtuelle Räume erleben, dreidimensional. Das wird die Arbeit von Architekten, Reiseanbietern, Lehrern und Ärzten verändern. 

Der 3-D-Drucker wälzt die industrielle Produktion um

Eine Umwälzung in der Industrie wird der 3-D-Druck einläuten. Schon heute können Spezialdrucker dreidimensionale Gegenstände bauen. Schritt für Schritt tragen sie dünne Schichten von einem oder mehreren flüssigen oder festen Werkstoffen auf und verfestigen sie. So entsteht zum Beispiel ein Ersatzteil für ein Flugzeug oder eine Auto-Karosserie. Das Geniale dabei: Der Drucker verarbeitet Entwürfe, die ihm vom Computer eingespeist werden. Produkte können so direkt vor Ort nach individuellem Wunsch hergestellt werden, ob Schmuck, Zahnprothesen oder sogar ein ganzes Haus. Alles geschieht in einem Schritt, niemand muss mehr gießen, schleifen, bohren oder fräsen. Doch die Forschung geht noch weiter. Inzwischen experimentieren Wissenschaftler mit 4-D-Druck, bei dem in­telligenten Materialien Energie hinzugefügt wird, sodass sie sich am Ende selbst zusammenbauen. Unvorstellbar. Ja, Ge­genstände werden intelligent: smart. 

Forschen am Internet der Dinge 

Geradezu fieberhaft arbeiten derzeit Entwickler am „Internet der Dinge“. Schon mal etwas davon gehört? Laut einer Studie des Allensbach-Instituts können 88 Prozent der Deutschen mit dem Begriff wenig anfangen. Vermutlich werden sie aber die neue Welt bald erleben, in der alles vernetzt sein wird, vom Auto über die Waschmaschine bis hin zu ganzen Fabrikhallen. 

Dabei werden Alltagsgegenstände mit Chips, Antennen, Sensoren ausgestattet und übers Internet verbunden. Nicht nur Menschen, auch Dinge werden dann miteinander im Gespräch sein. Und die Menschen natürlich mit den Dingen. Riesige Datenmengen werden so ausgetauscht. Zu Hause wird eine Küchenmaschine zum Beispiel Rezepte aus dem Internet herunterladen und die Zutaten gleich online bestellen können. Mit Sensoren ausgestattete Pakete werden selbst wissen, wo sie hingebracht werden müssen. Ähnlich werden Geräte in Büros miteinander kommunizieren, Probleme lösen und Menschen die Arbeit erleichtern. Oder auch wegnehmen. 

Machen Computer menschliche Arbeit überflüssig?

Manche Berufe wird es in einigen Jahren nicht mehr geben. Schlaue Maschinen werden die Aufgaben übernehmen. Künstliche Intelligenz entwickelt sich rasend, denn Maschinen können so programmiert werden, dass sie lernen. Giganten wie Google investieren Milliarden in solche Zukunftstechnologien, Scharen von Wissenschaftlern tüfteln daran. Jetzt schon können Roboter nicht nur faule Salate im Supermarkt aussortieren, sondern auch einfache Texte verfassen, Routinefälle für Versicherungen begutachten und Steuererklärungen erstellen. Und sicher werden sich in naher Zukunft Autos selbst steuern können. Werden bald Versicherungsmakler, Steuerberater und Busfahrer überflüssig? Laut einer Studie der Universität Oxford sind in den nächsten zwanzig Jahren fast die Hälfte aller Jobs in den USA bedroht. Vor allem solche, in denen Routine vorherrscht.

Neue Berufe entstehen, andere fallen weg

Gar so schlimm sollte es nicht kommen, davon gehen etliche Fachleute in Deutschland aus. Doch Berufe werden sich ändern. Neue, noch unbekannte, werden entstehen. Oder entstehen bereits jetzt. Data Artist, Community Manager, Category Manager… So oder ähnlich heißen Tätigkeiten, die es bislang nicht gab. Wer nicht offen für Neues ist, könnte auf der Strecke bleiben. Nicht nur einzelne Stellen, ganze Unternehmen könnten untergehen. Weil andere, die schneller und flexibler sind, das Ruder übernehmen. Längst hat der Wettbewerb globale Ausmaße angenommen und vollzieht sich in atemlosem Tempo. Kaum jemand findet Zeit, sich über die vielen Anglizismen zu empören, die aus Übersee nach Europa schwappen. Vielmehr treibt deutsche Firmen die Furcht um, abgehängt zu werden, während in den USA die Entwicklung voranprescht. Laut einer Bitcom-Studie fürchtet jedes fünfte deutsche Unternehmen wegen der Digitalisierung um seine Existenz. Da heißt es: Ärmel hochkrempeln. Daimler-Benz zum Beispiel, der deutsche Traditions-Autobauer, arbeitet nun mit einem amerikanischen Videospiel-Imperium zusammen. Es geht darum, die virtuelle Realität für die Autoindustrie zu erschließen. Um global mitzumischen, beschäftigt Daimler sogar einen eigenen Zukunftsforscher. Der Konzern hat bereits in der Welt der digitalen Plattform-Ökonomie Fuß gefasst, die übers Internet Dienstleistungen bietet. Wie Airbnb, eine Plattform, die Privatwohnungen an Reisende vermittelt und die Hotelbranche verunsichert. Oder der Mitfahrdienst Uber, der Taxi-Unternehmen in die Knie zwingt. Diese und andere Online-Anbieter verschieben das große Geschäft ins Internet und entziehen traditionell geführten Unternehmen die Kunden. Es geht um Milliardengewinne. Um den Anschluss nicht zu verlieren, betreibt nun auch Daimler-Benz Plattformen, die Taxifahrten oder Leihautos vermitteln, und bietet eine App für günstige Verkehrsverbindungen. Vorbei sind die Zeiten, als Autobauer „nur“ Autos bauten. 

Flexible Teams statt fester Abteilungen

Nicht ganz ohne Nostalgie erinnert sich Christina Arndt an ihren Großvater, der eine Bäckerei in einer Kleinstadt im Weserbergland besaß und nur einen einzigen Konkurrenten hatte. Der Großvater konnte damals noch alles überblicken und selbst entscheiden.  

Im Café über den Dächern Münchens liegt das Smartphone griffbereit auf der Tischdecke, gleich neben der Kaffeetasse. Die Innovationsberaterin Arndt wirft ab und zu einen Blick darauf, während sie von Dynamik und Komplexität der heutigen Arbeitswelt spricht. Traditionelle Firmenstrukturen und Arbeitsmodelle taugen nichts mehr. Vieles wird derzeit umgekrempelt. Was schwerfällig ist, was bremst, muss über Bord geworfen werden, ob umständliche Bürokratie, steile Hierarchien oder unnötige Kontrolle. „Agiles Arbeiten“ ist angesagt. Ja, beweglich und regsam müssen Unternehmen werden, wollen sie nicht untergehen. Denn die Digitalisierung ist voll im Gang und die Konkurrenz lauert weltweit. Die großen Konzerne jedenfalls seien dabei, das Steuer herumzureißen, weiß Arndt, früher Führungskraft bei der Deutschen Bahn. Statt fester Abteilungen gibt es flexible Teams, die sich weitgehend selbst organisieren und eigenverantwortlich entscheiden. Um wendig zu sein, müssen Hierarchien flach werden, dadurch ändert sich die Rolle der Chefs gewaltig. Sie sind nicht mehr diejenigen, die alleine Entscheidungen treffen, welche dann auf den unteren Ebenen ausgeführt werden. Das können sie nicht mehr, denn das Fachwissen ist viel zu umfangreich geworden und entwickelt sich schnell weiter. Ein Mensch allein kann es nicht erfassen, es braucht die „Schwarmintelligenz“. „Sich vernetzen, wissen, wo die aktuelle Information, das neueste Know-how zu holen sind, das ist heute wichtig“, sagt Arndt. In der digitalen Wirtschaft ist es die Aufgabe der Chefs, die Teams in ihrer Arbeit zu unterstützen, sie zu ermuntern, sie machen zu lassen. Teams, die sich womöglich je nach Projekt immer neu zusammenstellen. 

Das traditionelle männlich-patriarchalische Denken passt da nicht mehr. Dominantes Verhalten, das von Statussymbolen gestützt wird, ist ein Auslaufmodell. Weil es bremst. Warum sollte es also künftig nicht häufiger Chefinnen geben, gerade auch in den männlich dominierten Industriebranchen? 

Neue Chancen für Frauen 

Soziologinnen, die sich mit der Berufswelt befassen, entdecken tatsächlich neue Chancen für Frauen dank der Digitalisierung. Denn, so der Konsens: Frauen bringen Fähigkeiten mit, die in der entgrenzten Arbeitswelt von morgen dringend gebraucht werden. Die Berliner Soziologieprofessorin Christiane Funken schreibt in ihrem Buch „Sheconomy“: „Frauen sind heute vielfach besser ausgebildet als Männer, sozial und kommunikativ kompetenter, teamorientierter, nicht selten auch belastbarer. Nie war der Stellenwert von Kommunikation, Kreativität, Selbstentfaltung und selbstverantwortlichem Handeln in Unternehmen höher, nie die Bedürfnisse (mittel-)großer Konzerne so sehr mit jenen Tugenden verbunden, die früher als weiblich galten.“ Oder, wie es die Soziologin Kira Marrs zusammenfasst: „In vernetzten Arbeitsstrukturen erfahren kommunikative und soziale Kompetenzen eine enorme Aufwertung. Sie werden von einem weichen zu einem harten Faktor.“ Die Wissenschaftlerin, die sich am Münchner Institut für sozialwissenschaftliche Forschung mit Frauen in Karriere befasst, fordert, „radikal neu zu denken.“ Denn in der Arbeitswelt werden die Karten neu gemischt. Etwas noch Unbekanntes entsteht. Und weil die Situation offen ist, entscheidet sich jetzt, ob Frauen die digitale Zukunft mitgestalten werden. „Wir erleben eine historische Zäsur“, sagt Kira Marrs, „die Unternehmen erfinden sich gerade neu.“ Der Prozess, der begonnen hat, ist unumkehrbar. Frauen sollten von den Entwicklungen wissen – und handeln. Viele Unternehmen fangen zum Beispiel an, in den Communities im Intranet darüber zu diskutieren, wie sie sich in Zukunft ändern und neu aufstellen wollen. „Auf dieser Ebene erhalten Mitarbeiter Chancen, sich einzubringen, denn alle bis hin zum Vorstand nutzen die gleiche Plattform“, erkärt Marrs. Da sollen Frauen sichtbar werden und ihre Ideen einbringen. 

Das allerdings können sie nur dann wirksam tun, wenn sie gut ausgebildet sind und aktuelle Entwicklungen überblicken. Mit einer in der Jugend abgeschlossenen Berufsausbildung ist es heutzutage längst nicht mehr getan. Marrs empfiehlt, sich gut zu informieren, wie die Digitalisierung das eigene Berufsfeld verändert, Fortbildungen zu besuchen, dabei stets auch über den Tellerrand zu schauen. 

Die zweite digitale Generation wird erwachsen 

Frauen ab Mitte vierzig tun sich nicht selten schwer mit dem Umbruch in der Arbeitswelt. Anders ihre Kinder. Sie sind die „digital natives“, die ein Leben ohne Internet nie kennengelernt haben. Mit unbekümmerter Selbstverständlichkeit bewegen sie sich in der digitalen Welt. Stets sind sie online, haben keine Scheu vor Facebook, Twitter oder Instagram und ohne ihr Smartphone gehen sie nicht auf die Straße. Bereits die zweite digitale Generation ist dabei, erwachsen zu werden, die Generation Z. Und die erste, die Generation Y, strömt heute schon ins Arbeitsleben. Die nach 1980 Geborenen lassen sich mit Leichtigkeit auf sogenannte atypische Beschäftigungen ein.

Atypische Beschäftigungen? Wie soll man denn die Arbeit nennen, die ins Muster der bisherigen Berufsstrukturen nicht hineinpasst? Zum Beispiel das Click- und Crowdworking. Diese Art der Arbeit läuft über Plattformen im Internet, die Unternehmen und Arbeitswillige zusammenbringen. Aufgaben werden ausgeschrieben, die Crowd, die anonyme Masse, übernimmt die Ausführung. 

Für Firmen ist eine solche Anwerbung von „Mitarbeitern auf Zeit“ höchst attraktiv. Sie können sich online Gruppen von Experten zusammenstellen, die den Auftrag bekommen, ein bestimmtes Problem zu lösen, erklärt Christina Arndt. Airbus zum Beispiel hat auf diese Weise neue Antriebe für seine Drohnen entwickeln lassen. Ist die Aufgabe fertig, löst sich die Zusammenarbeit auf. Die Mitarbeiter ziehen im Internet weiter, auf der Suche nach einem neuen Auftrag, jeder für sich allein.

„Clickworker“ als billige Arbeitskräfte

Über Plattformen können Unternehmer auch auf Massen von billigen Arbeitskräften zugreifen, die einfache Fleißaufgaben übernehmen. Arndt nennt als Beispiel ihren ehemaligen Arbeitgeber, die Deutsche Bahn. Der Konzern ließ Clickworker den Zustand von Fahrkartenautomaten auf den Bahnsteigen prüfen, erinnert sie sich. Statt einen teuren Angestellten zu schicken, wurde die Aufgabe in die Crowd, die Masse im Internet, ausgelagert. Jeder konnte mitmachen, das Smart­phone zücken, einen Automaten fotografieren, das Foto an die Deutsche Bahn schicken. Gelang es, eine Störung auszumachen, hat der Clickworker einen kleinen Betrag verdient. Und das ganz nebenbei, während er auf den Zug gewartet hat. 

Der Markt für Crowdworking ist global, und er wächst. Allein bei der deutschen Plattform „Clickworker“ sind derzeit 800.000 Menschen registriert. Gewerkschaften sind besorgt, warnen vor dem rechtsfreien Raum und möglicher Ausbeutung der Solo-Selbstständigen im Internet. Doch die Sache ist neu, Regulierungsmöglichkeiten werden erst gesucht und diskutiert. Studien zeigen allerdings, dass die meisten Menschen, die so arbeiten, sich damit lediglich ein Zubrot verdienen. Oder sie nutzen die Aufgaben als Lernmöglichkeit, denn die neuen Arbeitswelten verlangen ein ständiges Lernen. 

Für viele digitale Aufgaben gibt es noch keine Lehrgänge. Zudem verkürzt sich die Halbwertszeit des Wissens, wie Christina Arndt sagt. Das einmal Gelernte veraltet schnell, je­der ist gehalten, sich weiterzubilden, sich stets auf dem Laufenden zu halten. Nie war der Slogan vom lebenslangen Lernen so aktuell wie jetzt. „Wir leben nicht mehr in Strukturen, auf die wir uns verlassen können“, sagt die Unternehmensberaterin. Möglicherweise ist das Clickworking, das derzeit die Gemüter beschäftigt, nur eine vorübergehende Erscheinung, die in einigen Jahren von einer neuen technologischen Welle überrollt wird. Wer weiß? Alles ist in Bewegung.

Autorin: Maria Sileny
aus: KDFB Engagiert – Die Christliche Frau 10/2017


Eingestellt: 2.10.17

Kommentare