KDFB

Stimmen zur Aktion Maria 2.0

Demonstration der Initiative "Maria 2.0" nach einer Priesterweihe im Freiburger Münster am 12. Mai 2019. Foto: Andreas Schwarzkopf

Bundesweit haben Mitte Mai tausende katholischer Frauen die Kirche bestreikt. Der Initiative "Maria 2.0" schlossen sich zahlreiche KDFB-Frauen an. Und sie fand ein riesiges Medienecho. Hier einige Stimmen zu "Maria 2.0":

  • "Wir zeigen, wie viel uns Evangelium und Kirche bedeuten."
    KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth Mehr
  • „Frauen sind nicht Christinnen zweiter Klasse. Sie wünschen sich in der Kirche und von der Kirche die entsprechende Wertschätzung. Überall sind sie in den Pfarrgemeinden engagiert – als Lektorinnen, Kommunionhelferinnen, in der Kommunion- und Firmvorbereitung. Die Zeiten ändern sich – und mir ist es ein Anliegen, dass auch die Kirche sich bewegt.“    
    KDFB-Landesvorsitzende Emilia Müller 
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  • „Wir sind mit vielen ins Gespräch gekommen. Auch mit Menschen, die der katholischen Kirche fernstehen und die Aktion trotzdem sehr gut finden und uns bestärkt haben.“  
    Aus dem Streik-Tagebuch von KDFB-Frau Doris Bauer, Köln
  • „Für mich hat der Streik bedeutet, dass ich im Gottesdienst am Sonntag sowohl Lektor, Kantor und Kommunionhelfer war. Das war ungewöhnlich, und es wurde deutlich, dass die Frauen fehlen.“
    Ehemann einer KDFB-Frau
  • „Ich verstehe den Protest unter dem Leitwort „Maria 2.0“ als Ausdruck echter Sorge um eine gute weitere Entwicklung der katholischen Kirche, was die Stellung der Frau anbelangt.“    
    Franz Jung, Bischof von Würzburg
  • „Ich bin für ein Ende des Zölibats. Wir haben in der Zukunft einen deutlichen Mangel an Geistlichen – das ist absehbar. Bis 2030 werden fast 7000 Seelsorger fehlen. Wir müssen das Potenzial erschließen sowohl der Frauen – als auch der Männer, die nicht zölibatär leben wollen.“
    KDFB-Frau Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags, in einem Interview Mehr
  • „Frauenlob wird gerne von Kirchenmännern gesungen, die aber allein bestimmen, wo Frauen ihre Talente in der Kirche einbringen dürfen. In ihrer Mitte dulden sie nur eine Frau: Maria. Auf ihrem Sockel. Da steht sie. Und darf nur schweigen. Holen wir sie vom Sockel! In unsere Mitte. Als Schwester, die in die gleiche Richtung schaut wie wir.“
    Aus dem Offenen Brief an Papst Franziskus, den die Initiative „Maria 2.0“ auf die Online-Petitionsplattform campact.de gestellt hatte. Der Brief fand bis 18. März 30000 UnterstützerInnen.
  • „Wir wollen als engagierte Katholikinnen in der Kirche etwas bewegen. Wir gehen nicht weg, wir bleiben, denn nur dann ist Veränderung möglich.“     
    KDFB-Frau aus der Gemeinde St. Agnes in Köln
  • „So viele Frauen und auch Männer zeigten durch ihre Aktionen, dass die katholische Kirche dringend die lange eingeforderten Reformen angehen muss, vor allem, was die gerechte Beteiligung der Frauen anbetrifft. Das bisherige Machtgefüge, das Frauen per se von allen Ämtern ausschließt, muss aufgebrochen werden, wenn die Kirche zukunftsfähig sein will.“
    Karin Walter, Diözesanvorsitzende des KDFB in Rottenburg-Stuttgart Mehr