KDFB

Plädoyer für eine offene Gesellschaft

Barbara John (Foto: Klöckner)

Die von der Bundesregierung beauftragte Om­budsfrau für die Hinterbliebenen der NSU-Opfer, Barbara John, sieht auch nach dem Urteil im NSU-Prozess Defizite im Umgang mit dem Thema Migration. Politik und Bevölkerung hätten bis heute nicht voll verstanden, was es bedeute, ein großes Einwanderungsland zu sein, sagte KDFB-Frau Barbara John. „Das bedeutet, sich selbst zu ändern. Das ist für keinen leicht. In einer offenen Ge­sellschaft gehören kulturelle Unterschiede zum Alltag.“ Die Deutschen müssten lernen, was wirklich wichtig und was un­wichtig sei im Zusammenleben mit Menschen aus anderen Kulturen. Der KDFB hatte zusammen mit Barbara John 2013 eine große Spendenaktion für die NSU-Opfer gestartet. 

Autorin: Anne Granda
aus: KDFB 8+9/2018