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Stichwort Kamerun

Staatsform: Präsidialrepublik, Einheitsstaat mit zehn Provinzen

Staatsoberhaupt: seit 1982 Paul Biya

Landesgröße: 475.450 Quadratkilometer, damit ist Kamerun ein Drittel größer als Deutschland. 

Währung: CFA-Franc der zentralafrikanischen Währungsgemeinschaft; 655 CFA-Franc entsprechen einem Euro.

Klima: tropisch, Regenzeit (Juli bis Oktober) und Trockenzeit (November bis Juni)

Hauptstadt: Yaoundé (2 Millionen Einwohner)

Einwohner: etwa 18,8 Millionen, die 286 verschiedenen Volks- und Sprachgruppen angehören. 44 Prozent der Bevölkerung leben von der Land- und Forstwirtschaft, 36 Prozent sind im Dienstleistungssektor und 17 Prozent im produzierende Gewerbe tätig.

Sprachen: Gesprochen werden die Amtssprache Französisch (von 78 Prozent der Bevölkerung) und Englisch (22 Prozent) sowie die Umgangssprachen Pidgin-Englisch (ein abgewandeltes Englisch, vermischt mit Landessprachen) und Camfranglais, eine Mischsprache aus Französisch, Englisch und Pidgin. Auch die über 250 Stämme haben ihre eigenen Sprachen. 

Religion: Etwa 50 Prozent der Kameruner sind Christen, je zur Hälfte katholisch und protestantisch. Rund 20 Prozent sind Muslime, die überwiegend im Norden leben. 30 Prozent der Kameruner pflegen traditionelle lokale Religionen.

Bildung: Kamerun hat eine der höchsten Alphabetisierungsraten in Afrika. Die Einschulungsquote liegt bei 79 Prozent, aber nur 20 Prozent der Mädchen besuchen eine weiterführende Schule.

Lebenserwartung: Die niedrige Lebenserwartung von 50 Jahren wird auf die unzureichende, für viele zu teure medizinische Versorgung zurückgeführt, auf eine hohe Mütter- und Säuglingssterblichkeit und auf Aids: Geschätzte 550.000 Kameruner sind HIV-positiv. Nur vier Prozent der Bevölkerung sind über 65 Jahre alt, dagegen sind 56 Prozent unter 20 Jahre. 

Exportgüter: Erdöl, Holz, Kakao, Kaffee, Baumwolle und Aluminium

Probleme: Kamerun zählt zu den korruptesten Ländern weltweit. Die Industrie leidet an Kapital- und Technologiemangel sowie an unzureichender Stromversorgung. 40 Prozent der Kameruner leben unterhalb der Armutsgrenze und etwa 70 Prozent der Bevölkerung müssen mit 35 Euro pro Monat auskommen. Gewalt gegen Frauen und Jugendkriminalität nehmen zu.

Sco

 


Eingestellt: 1.02.10

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