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Neue Berufe entstehen, andere fallen weg

Ein Ausblick, was sich in Zukunft ändern wird.

 

Die Lkw-Fahrerin: Nicht mehr am Steuer?

Wird die Lkw-Fahrerin bald nicht mehr am Steuer sitzen, sondern als Pilotin im Führerhaus die elektronischen Instrumente überwachen? Arbeitet sie in einem Logistikzentrum, von wo aus sie mehrere selbstfahrende Lkw aus der Ferne kontrolliert? Oder tut sie das vielleicht von zu Hause aus? Kann sie so leichter Arbeit und Familie verbinden? Teilt sie die Arbeit mit ihrem Mann? 

Die Sekretärin: Ersetzt durch einen Roboter?

Wird eine Sekretärin in einigen Jahren in einem komplett papierlosen Büro sitzen? Ihre sämtlichen Arbeitsunterlagen wären dann digital in einer Cloud, einer Datenwolke, gespeichert. Von überallher wird sie darauf zugreifen können. Vielleicht wird es dann keinen Büroplatz mehr für sie geben. Warum auch? Mit ihrem Vorgesetzten wird sie sich per Datenbrille austauschen können. Oder sie wird keinen Vorgesetzten mehr haben, nur noch Kunden. Denn sie wird als Freiberuflerin andere Freiberufler in deren Arbeit unterstützen. Wird sie künftig mit einem schlauen Roboter zusammenarbeiten, den sie erst verstehen lernen muss? Oder wird ein Roboter ihre Arbeit auf Dauer überflüssig machen?

Die Journalistin: Hilfe durch Automaten?

Die Journalistin von morgen ist von Routineaufgaben befreit: Der Roboterjournalismus ist auf dem Vormarsch. Für die Redakteurin ist es von Vorteil, wenn sie gleichzeitig als Datenbankspezialistin und Programmiererin ausgebildet ist. So kann sie selbst einen Algorithmus – ein Programm, das den Computer steuert – erstellen, der Nachrichten über Verkehrsunfälle schreibt. Dazu wird automatisch der Polizeibericht ausgewertet. Meldet die Polizei einen Unfall mit Personenschaden, greift das Programm die Daten ab und ergänzt damit eine entsprechende Vorlage. Fertig ist der Artikelentwurf. Die Redakteurin muss ihn nur noch überprüfen, und schon kann er online gehen. Automatisierter Journalismus hat sich in den USA bereits etabliert. Computer schreiben dort eigenständig Berichte über Bilanzerwartungen an Unternehmen und veröffentlichen fast in Echtzeit Erdbebenberichte.

Die Verkäuferin: Bald Handwerkerin?

Wird eine Verkäuferin im Sportartikelgeschäft zur digital unterstützten Handwerkerin? Um der mächtigen Online-Konkurrenz standzuhalten, entscheidet der Ladenbesitzer, den Kunden einen individuellen Dienst anzubieten: Ein Skischuh, den sie sich aussuchen, wird dem Fuß ge­nau angepasst. Die Verkäuferin wird lernen müssen, ein 3-D-Modell des Fußes am Computer zu erstellen. Aufgrund der Fußdaten wird sie dann direkt in der Filiale einen halbfertigen Skischuh passgenau zu Ende fertigen. Dafür wird sie ihn erhitzen und formen.

Neue Berufe: Der Community Manager

Der Community Manager ist auf den Social-Media-Plattformen wie Facebook, Youtube, Instagram oder Twitter für die Kommunikation mit Fans und Fol­lowern zuständig. Er reagiert auf ihr Lob, ihre Kritik und Fragen und sucht den Dialog mit ihnen.

Neue Berufe: Der Data Artist

Die großen Mengen an gesammelten Daten im Internet müssen verwaltet werden. Der Data Artist arbeitet mit den Beständen und zieht daraus Informationen, die er dann aufbereitet. Da der Beruf des Data Artist noch sehr neu ist, gibt es noch keine festen Ausbildungswege.

Neue Berufe: Der Category Manager

Der Category Manager ist zuständig für das Sortiment eines Online-Shops. Mittels Marktrecherchen findet er heraus, was die Konkurrenz anbietet, und passt das eigene Angebot an. Zudem achtet er auf eine benutzerfreundliche Webseite. Das heißt, er entscheidet, wie Produkte und besondere Angebote platziert werden, damit sie Käufer leicht finden können.

Autorin: Maria Sileny
aus: KDFB Engagiert – Die Christliche Frau 10/2017

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