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Zu Gast bei KDFB-Wirtinnen

Sabine Löhmann. Foto: Bardehle

Sie sind mit Leib und Seele Wirtin: Vier KDFB-Frauen verraten, welche Schmankerl bei ihren Gästen im Sommer besonders beliebt sind.


Sabine Löhmann – Wirtin in der Bilderbuchidylle

Noch einmal tief durchatmen, bevor es losgeht. Wirtin Sa­bine Löhmann steht im Biergarten der Schlosswirtschaft Herrenchiemsee und blickt über den See. „Mein Morgenritual! Ich bin dankbar, hier arbeiten zu dürfen. Die Aussicht ist atemberaubend, und jeder Tag ist auf seine Weise wunderschön“, schwärmt die 52-jährige Frauenbundsfrau. Sie ist entspannt, obwohl gleich zwei Hochzeiten anstehen. 

Vor sechs Jahren haben Sabine Löhmann (siehe Titelbild von KDFB Engagiert 8+9/2016) und ihr Mann die Schlossgaststätte mit 800 Sitzplätzen übernommen. Im Panorama-Restaurant und Biergarten kehren viele Touristen ein – nach der Besichtigung des weltberühmten Schlosses. „Aber uns ist es auch sehr wichtig, dass die Einheimischen gerne kommen. Das erreicht man jedoch nur über die Qualität der Speisen und einen herzlichen Service“, erklärt die Gastronomin, die von ihren drei Kindern unterstützt wird.

Wirtin zu sein heißt für Sabine Löhmann: Hobby und Arbeit zu verbinden. „Es macht mir einfach Spaß! Ich könnte jedes Jahr ein 1.000-Seiten-Buch über meine täglichen Er­lebnisse schreiben. Wenn man viel mit Menschen zu tun hat, dann menschelt es. Langweilig wird es da nie.“ Gehetzte Touristen bemitleidet sie. Die meisten würden Herrenchiemsee nur zwischen Bootsanleger und König-Ludwig-Schloss kennenlernen. „Doch diese Insel ist ein Kleinod. Man kann sie auch zu Fuß umrunden. Das dauert zwei Stunden, und man trifft nicht viele Leute“, empfiehlt Löhmann. Sie selbst liebt die verschiedenen Stimmungen am See. Morgens fährt sie von Prien aus mit dem eigenen Boot zur Insel hinüber – und sie ist überzeugt: „Ich habe den schönsten Arbeitsweg Deutschlands.“ 

Auf ihrer Speisekarte stehen bayerische Gerichte, lo­kale Biere und Fischspezialitäten. Sabine Löhmann ge­steht, dass sie gerne isst: „Das bedeutet für mich einfach Gemütlichkeit, Zusammensitzen und Ratschen.“ Dabei hat sie eine kulinarische Schwäche: „Wenn bei uns der Schweinsbraten fertig ist, dann liebe ich das Scherzl. Aber ich mag auch Fisch sehr gern“, verrät die Wirtin – am liebsten Tatar von der Chiemsee-Renke.

 

Tatar von der Chiemsee-Renke

Zutaten für vier Personen: 250 g gebeiztes Renkenfilet (wahlweise auch Forelle oder Saibling), 1 säuerlicher Apfel, ½ Salatgurke ohne Kerne, etwa 3 EL Crème fraîche (oder Sauerrahm), etwas Joghurt, 2 bis 3 Stiele Dill, abgezupft und zerkleinert, Saft einer ½ Zitrone, schwarzer Pfeffer, Salz, Zucker.  

Zubereitung: Fischfilet, Salatgurke ohne Kerne und den Apfel würfeln. Sauerrahm und Joghurt unterheben. Kleingeschnittenen Dill dazugeben und mit Pfeffer, Salz und Zucker ab-schmecken. Seien Sie vorsichtig bei der Zugabe von Salz, denn das gebeizte Fischfilet ist ohnehin schon salzig.

Tipp: Wer sein Fischfilet selbst beizen will, kann bei „Google“ oder „YouTube“ das Stichwort „Forelle beizen“ eingeben. Da es sich um eine ein- bis mehrtägige Prozedur handelt, empfiehlt es sich, das Fischfilet bereits gebeizt zu kaufen.
Text: Karin Schott
aus: KDFB Engagiert – Die Christliche Frau 8+9/2016

 

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