KDFB

11 Ideen für den KDFB-Zweigverein

Handtaschenweitwurf im Zweigverein Biberach. Bild: privat

Mit pfiffigen Angeboten lassen sich Mitglieder und neue Frauen begeistern

Engagiert, kreativ, nachdenklich, politisch, mutig, fordernd, aktiv, solidarisch, christlich, kraftvoll, spirituell – allerorten streben KDFB-Zweigvereine eine enorme Vielfalt an. Mit pfiffigen Ideen bleiben sie attraktiv für ihre Mitglieder und für neue Frauen. 

1. Frauen-Filme 

Es gibt viele spannende Filme über Frauen und ihre Lebenswelten ebenso wie aktuelle Streifen über Politik, Gesellschaft und Religion. Viele sind nur kurz im Kino zu sehen. Deshalb hat der Stadtverband Augsburg im KDFB eine Frauenfilmreihe ins Leben gerufen, bei der er ein breiteres Publikum auch über verbandliche Themen und Aktionstage informieren kann. Seit Oktober vergangenen Jahres lädt er jeden Monat zum Frauenfilmabend mit be­sonderen Gästen in ein Augsburger Programmkino ein. Das Publikum kann mit RegisseurInnen, SchauspielerInnen oder ExpertInnen im Anschluss an den Film in gemütlicher Kaffeehausatmosphäre diskutieren. So stand nach dem Film „Die mit dem Bauch tanzen“ eine Gesundheitsberaterin und Heilpädagogin Rede und Antwort. In dem Film zeigt die Regisseurin, wie ihre Mutter mit dem 50. Geburtstag beginnt, ihr Leben neu zu gestalten und den Bauchtanz als Ausdruck ihrer Weiblichkeit für sich zu entdecken. 

Wichtig: Die Aufführungsrechte im Blick behalten

Nach Ab­schluss der ersten Filmstaffel freuen sich die Augsburger KDFB-Frauen Maria Tyroller und Sabine Slawik, dass die Veranstaltungsreihe in der Stadt Augsburg angekommen ist und sich der Fanclub kontinuierlich vergrößert. Besonders froh sind die Initiatorinnen über die gute Zusammenarbeit mit dem Kinobetreiber. „Wir müssen uns nicht um die kniffligen Aufführungs- und Urheberrechte kümmern. Außerdem bewirbt der Kinobetreiber unsere Reihe in seinem offiziellen Programm in allen Medienkanälen immer hervorgehoben mit“, so Slawik. 

2. Auf einen Apéro!

Sich nach der Arbeit in einer netten Runde auf einen Aperitif zu treffen, ist eine verlockende Vorstellung. Um jüngere Frauen mit dem Frauenbund in Kontakt zu bringen, lockt der KDFB in Herzogenaurach genau damit: „After Work – Frauen-Apéro“. „Unsere Einladung zielt auf Frauen, die kleine Kinder haben und vielleicht zum Teil schon wieder im Beruf sind“, erläutert die Zweigvereinsvorsitzende Ille Prockl-Pfeiffer. Man trifft sich zwanglos in der Bar des Alten Rathauses. Ein kurzer Vortrag zur Einstimmung ist auf die Zielgruppe ausgerichtet. Er steht unter dem Motto: „Nach der Elternzeit wieder zurück in den Beruf und dabei die Balance finden“. 

Junge Frauen da abholen, wo sie sind 

Beim zweiten Treffen im Dezember wird die knappe Zeit von Wiedereinsteigerinnen berücksichtigt. Deshalb findet es in einer Buchhandlung unter dem Motto statt: „Unsere lange Nacht mit Büchern – stöbern Sie mit und finden Sie die ultimativen Geschenke“. Das Erfolgsrezept des Zweigvereins: Junge Frauen da abzuholen, wo sie sind, und sie mit einer flotten Sprache anzusprechen. Das gelingt auch mit einer „Happy Hour“ – übersetzt: glückliche Stunde. Sie findet einmal im Monat in einer Kirche statt und lädt ein zu: „Zeit für Dich – Zeit für Gott“. 

3. Shoppen am Abend: erquickend und labend

Der Kleiderbasar des Zweigvereins Holzkirchen ist schon seit Jahren ein begehrtes Ziel für Schnäppchenjägerinnen. Traditionell laden die Organisatorinnen im Frühjahr und Herbst am Samstag Vormittag zum Einkaufen. Einen besonderen Pep bekam die Aktion, als sie umbenannt wurde zu „Late Night Shopping“, also Einkauf zur späten Stunde. Im Frühjahr können mode- und preisbewusste Damen und Mädchen jetzt von 18 bis 22 Uhr in entspannter Boutique-Atmosphäre unter circa 4.000 liebevoll nach Farben und Größen sortierten Teilen nach dem passenden Outfit suchen. Neben Kleidung in den Größen XS bis XXL warten auch zahlreiche Schuhe, Taschen und Accessoires auf neue Besitzerinnen – vieles da­von Markenware zu einem Preis von unter zehn Euro. 

Schicke Kleidung für wenig Geld 

Interessante Gespräche führen die Besucherinnen an der gut bestückten Cocktailbar. „16 Prozent des Verkaufserlöses gehen an soziale Einrichtungen, Frauen finden bei uns für wenig Geld schicke Sachen und wer gebrauchte statt neuer Kleidung trägt, schont die Um­welt,“ erläutern die Organisatorinnen das erfolgreiche Konzept. 

4. Geschenke helfen Freundschaften zu knüpfen

Freude schenken und gleichzeitig den KDFB bekannt machen, das gelingt der Handarbeitsgruppe des Zweigvereins Ebing auf vielfältige Weise. Sie fertigt Herzkissen für brustoperierte Frauen und Mützchen und Söckchen für Frühchen. Jetzt kam aus der Frühgeburtenstation des Krankenhauses in Bamberg eine Anregung. Die Frühchen könnten zum Anschauen und Spielen kleine Tintenfische aus Baumwolle brauchen.

5. Kamingespräche öffnen Türen

Ein nettes Gespräch zum gegenseitigen Kennenlernen öffnet Türen. Deshalb machen Frauenbundsfrauen gute Erfahrungen damit, Politikerinnen und andere prominente Frauen zu einem abendlichen Treffen einzuladen. So knüpfen sie neue Kontakte und machen den Frauenbund zum Beispiel bei Kamingesprächen be­kannt. Ein Modell, das sich nicht nur in großen Städten verwirklien lässt. Auch in kleineren Orten oder Dörfern gibt es interessante und aktive Frauen, die zu spannenden Gesprächspartnerinnen werden können – und danach vielleicht auch zu Frauenbundsfrauen. 

6. Sportlich: Der Handtaschen-Weitwurf

„Mit einem KDFB-Infostand am Wochenmarkt könnte man doch neue Frauen ansprechen“, überlegen viele Zweigvereinsvorsitzende. Doch wie bringt man eilige Passantinnen dazu, stehenzubleiben und über die vielfältigen Angebote des KDFB ins Gespräch zu kommen? Diese Frage beantworten drei Zweigvereine aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart: Sie haben einen „Handtaschen-Weitwurf“ veranstaltet. Die KDFB-Frauen aus dem Zweigverein Friedrichshafen stellten dafür eine alte Handtasche bereit und lobten für den weitesten Wurf eine Retro-Handtasche als Preis aus. Wer teilnahm, wurde mit dem Zuruf „loslassen, loslassen!“ angefeuert. Die Aktion stand unter dem Motto: „Einfach mal loslassen!“ Jede vielbeschäftigte Frau muss ja erstmal ihren Alltag loslassen, bevor sie sich ein Treffen mit anderen Frauen gönnen kann. 

Ungewöhnliche Aktionen lassen Berührungsängste schwinden 

Auch der Zweigverein Bodnegg hat mit dem Handtaschen-Weitwurf gute Erfahrungen ge­macht: „Schon im Vorfeld waren wir damit im Gespräch, und auch die Männer überlegten sich die tollsten Wurfstrategien“, erinnert sich die Zweigvereinsvorsitzende Hildegard Konrad. Für die Herren gab es eine Extrawertung und als Preis freien Eintritt zum nächsten Frauenfasnachtsball. Die Gewinnerinnen erhielten Preise wie eine Jahresmitgliedschaft im Frauenbund, freien Eintritt zum Frauenfrühstück und die Frauenbundtasche. Fazit des Zweigvereinsvorstands: „Mit vielen, die bisher Berührungsängste hatten, kamen wir ins Gespräch, und für manche war die Aktion der letzte Anstoß, um Mitglied zu werden.“ 

Der Zweigverein Biberach hat sogar eine Meisterschaft im Handtaschenweitwurf ausgetragen. 19 Teams mit jeweils vier Frauen traten zum Wettkampf an und gaben sich fantasievolle Namen wie „vorstandsdäschla“, „überflieger“, oder „gucci-futschi“. „Überraschenderweise kamen auch viele Männer, die als Maskottchen oder Cheerleader aktiv werden konnten“, erinnert sich KDFB-Frau Ingrid Hüttl. Sie würde die Aktion gerne wiederholen. Mehr 


7. Jubiläum mit Lachyoga

Jubiläen können ein guter Anlass sein, Kräfte zu bündeln. Das erprobt jetzt der Bezirk Dießen am Ammersee. Im Jahr 2016 blicken seine 16 Zweigvereine auf 30 Jahre Bezirksgemeinschaft zurück. Im Jubiläumsjahr gestaltet jeden Monat einer der Zweigvereine ein Angebot, zu dem alle eingeladen sind. Bezirksleiterin Bernadette Lutzenberger freut sich, dass das Angebot so bunt wie der Frauenbund sein wird. Als Programmpunkte sind angedacht: Lachyoga, Faschingsspaß am „lumpigen Donnerstag“, Radtour, Meditationsweg, faires Frühstück und Krippenfeier.

8. Ausflug der Generationen

Frauenbundsfrauen ist es wichtig, das Miteinander der Generationen zu stärken. Das gelingt dem Zweigverein Vohburg, wenn er einen Ausflug zur Augsburger Puppenkiste veranstaltet. Vier Generationen genießen im berühmten Augsburger Marionettentheater gemeinsam, wie sich „Das hässliche Entlein“ zu einem strahlend weißen Schwan mausert. Der Zuspruch zum ersten Ausflug war so groß, dass der Zweigverein bald wieder eine generationenübergreifende Aktion anbieten will.

9. Mit Handarbeit glänzen

Da in der Fastenzeit Altäre mit Tüchern verhüllt werden, blicken die Kirchenbesucher wochenlang auf das Motiv, das auf den Tüchern dargestellt ist. Das hat der Zweigverein St. Johannes genutzt, um dabei auch an den KDFB zu erinnern. Zwölf Frauen gestalteten in 300 Stunden Arbeit ein Altartuch, in dessen Zentrum das Kreuz steht, das in der Mitte des KDFB-Logos abgebildet ist. Die Buchstaben K-D-F-B sind durch christliche Symbole ersetzt.

10. Mit Politik punkten

Manche gesellschaftspolitischen Themen sind so drängend, dass Frauenbundsfrauen dazu vor Ort aktiv werden wollen. „Nach dem Artikel in der Mitgliederzeitschrift des Frauenbunds ließ uns das Thema Crystal Meth nicht mehr los,“ berichtet Rosi Eck. Die Zweigvereinsvorsitzende aus Haßfurt machte sich mit ihrem Team auf die Suche nach Referenten zum Thema und wurde bei der Suchtberatungsstelle der Caritas fündig. Der Vortrag des Suchtberaters war gut besucht, auch jüngere Teilnehmerinnen, die nicht im Frauenbund sind, hörten interessiert zu. „Ein sehr gutes Zeichen für den Erfolg des Abends war für mich auch, dass sich nach dem Vortrag noch eine lange und intensive Diskussion anschloss“, freut sich Rosi Eck. Die Gefahren der illegalen Droge werden so vielen Menschen bewusst.

11. Meditative Spaziergänge

Papst Franziskus bezeichnet in seiner Umweltenzyklika die Schöpfung als fortwährende Offenbarung des Göttlichen. Um der Präsenz Gottes in der Schöpfung nachzuspüren, bietet der Zweigverein Kemmern bei Bamberg meditative Spaziergänge an. Dieses Jahr standen Bäume im Mittelpunkt. Auf einem Rundweg durch den Ort besuchte die Gruppe den großen Apfelbaum beim Pfarrheim, die prächtige Kastanie hinter der Brauerei, mehrere Linden an der Ortsstraße und die Eiche bei der Kirche. Die Frauen meditierten, wie das Wachsen der Bäume mit dem Leben der Menschen in Verbindung steht. „Schon beim ersten Mal, als wir 2011 diese neue Form ausprobierten, waren die Frauen begeistert“, berichtet die Zweigvereinsvorsitzende Monika Engelmann. Andere verstärken den Natureindruck noch: Im Zweigverein Neukirchen vorm Wald erleben Frauen die Schöpfung bei meditativen Mondscheinwanderungen, im Zweigverein Mainz gibt es Sonnenaufgangswanderungen. 

Redaktion: Anne Granda
aus: KDFB Engagiert 8+9/2015