KDFB

Liebe Leserinnen und Leser,

quer durch alle politischen Debatten zieht sich derzeit die Frage nach der deutschen Praxis, so viele Flüchtlinge aufzunehmen. Mehr als die europäischen Nachbarn, heißt es, aber was bedeutet schon „mehr“? Das Menschenrecht auf Asyl ist nicht in Zahlen begrenzbar, und gerade Deutschland weiß, wie entscheidend die Gastfreundschaft anderer Länder vor wenigen Jahrzehnten für die eigenen Bürger war. „Selbst – bewusst – offen“ – das Schwerpunktthema des KDFB eröffnet in dieser Diskussion einen Blick auf uns selber. Wer sind wir? Was sind unsere Werte? Woran soll sich unsere Gesellschaft dauerhaft ausrichten?. 

Manchen Menschen macht es Angst zu erleben, wie sich ihr Alltag ständig verändert. Flüchtlingsbewegungen sind da nur ein kleiner Aspekt, denn längst leben Menschen aller Herren Länder als Arbeitskräfte oder eingeheiratete Verwandte bei uns. Reichtum und Vielfalt der Menschen, nicht nur der Waren, sind in Deutschland angekommen. Manchem macht Weltoffenheit und eine Auflösung sicher geglaubter Lebensformen Angst.   

Wer sich aber seiner selbst bewusst ist, kann unsere moderne Gesellschaft mit all ihren Brüchen leichter annehmen. Heißt es doch vor allem, sich selbst nicht aufzugeben und dennoch offen für zukünftige Veränderungen zu bleiben. Wie tröstlich: Wirklich neu ist all das ja nicht. An diesem Prozess arbeiten wir KDFB-Frauen seit jeher – im Blick weit über den Tellerrand hinaus sind wir geübt. Lesen Sie dazu den Beitrag "Wer wir sind" aus KDFB Engagiert 1+2/2018.

Herzlichst 

Ihre

Elfriede Schießleder
Vizepräsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes und Vorsitzende des Landesverbandes Bayern

 

 


Dr. Elfriede Schießleder

Vizepräsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes und Vorsitzende des Landesverbandes Bayern