KDFB

Wählt! Frauen! Jetzt!

Eva Weber, CSU, ist neue Oberbürgermeisterin von Augsburg. Sie gewann die Stichwahl am 29. März 2020. Foto: Nikky Maier Photo
Tanja Schweiger, Freie Wähler, ist als Landrätin im Landkreis Regensburg mit einem souveränen Ergebnis wiedergewählt worden. Foto: privat
Karen Heußner, Bündnis 90/Die Grünen, unterlag in der Stichwahl um den Posten als Landrätin im Landkreis Würzburg. Sie wurde aber als Kreisrätin in Würzburg wiedergewählt, genauso wie als Gemeinderätin von Thüngersheim. Foto: Peter Brückner
Magda Geltinger zog über eine Frauenliste wieder in den Gemeinderat von Marklkofen bei Dingolfing ein. Foto: privat
Britta Dassler, FDP, zieht wieder in den Stadtrat Herzogenaurach und in den Kreistag Erlangen-Höchstadt ein. Foto: Sandra Khaksari
Alexandra Schmidt, SPD, kandidierte bei den Kommunalwahlen in Bayern am 15. März 2020 für den Kreistag Wolfratshausen-Bad Tölz und als Mitglied der Wählergemeinschaft Wackersberg-Arzbach für den Gemeinderat Wackersberg, konnte aber keinen Sitz erringen. Foto: Foto Dörr
Claudia Faßbender, ödp, gelang es nicht, einen Sitz im Stadtrat von Passau zu erringen. Foto: privat

KDFB-Mitglieder, die sich in der Kommunalpolitik engagieren, erklären, weshalb mehr Frauen in der Politik wichtig sind. Der KDFB Bayern hatte alle Wähler*innen aufgerufen, bei den Kommunalwahlen 2020 gezielt Frauen zu wählen. Zur Facebook-Aktion. 

 

Eva Weber, CSU, hat sich in der Stichwahl am 29. März 2020 als Oberbürgermeisterin in Augsburg durchgesetzt:

"Im Grunde geht es doch um eine ganz banale Sache: Chancengleichheit. Und die ist bis heute nicht gänzlich Realität, trotz toller Erfolge für und von Frauen weltweit. Deswegen müssen mehr Frauen in die Politik! Denn wer selbst weiß, wie es sich anfühlt, einer Minderheit anzugehören, der kämpft mit umso mehr Überzeugung und Leidenschaft dafür, dass alle die gleichen Chancen haben, ihre Ziele und Träume zu verwirklichen."

 

 

Tanja Schweiger, Freie Wähler, ist als Landrätin im Landkreis Regensburg bestätigt worden:  

"Vor zwölf Jahren durfte ich als jüngste Frau in den Landtag einziehen. Seit 2014 bin ich eine von fünf bayerischen Landrätinnen, zudem gibt es 66 Landräte. Sollen Familie, Partnerschaft, Ehrenamt, die Erziehung von Kindern und die Pflege von Angehörigen gelingen, müssen alle mithelfen. Richtlinien oder Quoten alleine reichen nicht aus. Vielmehr müssen die, die Entscheidungen treffen, aus Überzeugung handeln."

 

 

Karen Heußner, Bündnis 90/Die Grünen, unterlag bei der Stichwahl am 29. März 2020, bei der sie sich als Landrätin in Würzburg beworben hatte. Sie ist Kreisrätin in Würzburg und Gemeinderätin in Thüngersheim:

"Politik braucht Frauen! Wir stellen mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland. Frauen tragen Verantwortung in vielen wichtigen Bereichen der Gesellschaft und des Lebens, aber noch nicht in allen. Das muss sich ändern, denn wir können auf die Kompetenz von Frauen nicht verzichten. Lassen Sie uns Politik mitgestalten und damit auch die Zukunft!"

 

 

Magda Geltinger ist über eine Frauenliste erneut in den Gemeinderat von Marklkofen bei Dingolfing eingezogen: 

"Frauen stehen mit ihrer Erfahrung aus Familienmanagement – teilweise mit mehreren Generationen – und dazu noch einer beruflichen Tätigkeit mitten im Leben. Sie können mit diesem Wissen die Kommunalpolitik positiv voranbringen und Aspekte in die Politik einbringen, die Männer nicht beachten. Nur wenn wir uns einmischen und uns bewegen, können wir in kleinen Schritten etwas voranbringen."

 

 

Die Bundestagsabgeordnete Britta Dassler, FDP, sitzt im Stadtrat von Herzogenaurach und im Kreistag Erlangen-Höchstadt:

"Frauen wollen nicht nur wählen. Sie wollen auch selbst gewählt werden und über die Geschicke der Gesellschaft gleichberechtigt mitbestimmen. Wir haben Themen wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärker im Blick. Damit erhöhen wir den Wettbewerb um die besten Ideen! In meiner Heimatstadt Herzogenaurach stehen zum Beispiel parteiübergreifend über 60 tolle Frauen zur Wahl."

 



Alexandra Schmidt, SPD, aus Wackersberg:

"Frauen müssen als eine Hälfte der Menschheit politisch teilhaben können, um bei den Angelegenheiten eines Gemeinwesens mitentscheiden zu können. Frauen bringen sowohl gleiche als auch andere Kompetenzen, Sichtweisen und Erfahrungen als Männer mit, daher führt die dann umfassendere Sicht auf die Themen zu einer besseren Politik für Alle."

 

 

 

Claudia Faßbender, ödp, hatte für einen Sitz im Stadtrat Passau kandidiert, wurde aber nicht gewählt:

"Als Christin ist mir die Umwelt- und Energiepolitik besonders wichtig. Gerade im kommu­nalen Raum sind hier viele Veränderungen möglich. Dabei ist beispielsweise für die Zukunft unserer Kinder gerade die Sichtweise von uns Frauen gefordert. Ich bin aktives Mitglied des Frauenbundes Passau-Heining und engagiere mich gerne in der Kommunalpolitik."

 

aus: KDFB engagiert 3/2020 - aktualisiert am 30.03.2020
Zusammengestellt von: Eva-Maria Gras