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Ich mit 20 Jahren... Elfriede Schießleder

Elfriede Schießleder, KDFB-Vizepräsidentin und Bayerische Landesvorsitzende Foto: privat

Elfriede Schießleder, 60 Jahre, Bayerische Landesvorsitzende des KDFB:

„Mit 20 Jahren, 1977, träumte ich, wie meine Kommilitoninnen im Theologiestudium davon, in der Kirche tatsächlich neue Zeiten anbrechen zu lassen: Frauen predigen, stehen am Altar beim Gottesdienst, machen Seelsorge – ja, selbst das war eine Neubenennung. Fakt war es seit Jesu Zeiten. Die Ausbildung zusammen mit den Priestern war die Basis, als Frau diese männerorientierte Kirche ganz neu zu prägen. Das machte mich stolz und glücklich: Priester, die sagen, wir brauchen euch Frauen, eure Sicht der Welt und euren Blick in der Theologie, von der Dogmatik bis hin zur Exegese. Auch gab es damals schon promovierte Frauen wie Schwester Benedikta Hintersberger, die später Geistliche Beirätin des KDFB-Bundesverbandes wurde. 

Mit dem Theologiestudium war für mich persönlich auch ein Traum in Erfüllung gegangen. Es war einfach ein Abenteuer und ein großes Privileg, an einer Universität studieren zu dürfen – das hatte es vorher noch nie für ein Mädchen aus Rogglfing gegeben. Ich war damals auch noch sehr von der kleinen Welt des Dorfes geprägt, in dem jeder seinen Platz hatte. Dann mit 20 Jahren raus aus dem Dorf und rein in die Großstadt München: Da wehte viel frische Luft um Kopf und Nase!“

aus: KDFB Engagiert 1+2/2018

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