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Ellen-Ammann-Preis 2019

Frauenbundgründerin Ellen Ammann Foto: KDFB

Fünf außergewöhnliche Frauen waren nominiert. Nun steht die Gewinnerin des Ellen-Ammann-Preises 2019 fest: Jutta Speidel, die mit ihrem Verein Horizont obdachlose Frauen und Kinder unterstützt, ist die 1. Preisträgerin. Sie und die anderen Preisträgerinnen haben eines gemeinsam: Wie die Frauenbundgründerin Ellen Ammann haben sie mit ihren Projekten Grenzen überschritten.

 

Die weiteren Preisträgerinnen sind in der Reihenfolge ihrer Auszeichnung: Sabine Demel, Jana Weidhaase, Ele Schöfthaler und Claudia Burmeister.

Die Theologin Sabine Demel hat vor zwanzig Jahren den Verein Donum Vitae in Bayern mitbegründet, heute ist sie dessen Vorsitzende. Neben Schwangeren- und Schwangerenkonfliktberatung sind auch Kinderwunsch und Pränataldiagnostik häufige Themen der Beratungen.
Jana Weidhaase will mit ihrem Projekt "We Talk – women fight violence" geflüchtete Frauen und Kinder in Massenunterkünften stärken.
Ele Schöfthaler unterstützt Mütter, die im Schichtdienst oder besonders früh oder spät arbeiten müssen. In den von ihr gegründeten Kindernestern werden Kindern auch zu ungewöhnlichen Uhrzeiten betreut.
Claudia Burmeister wird für ihr Projekt "waagnis" geehrt. Der Regenburger Verein hilft Menschen mit Esstörungen.

 

Ein Blick auf den Preis in Zahlen


Zum 4. Mal wird am 1. Juli der Ellen-Ammann-Preis im Bayerischen Landtag verliehen. Der KDFB Landesverband Bayern zeichnet damit bewusst einzelne Frauen aus und nicht Projekte. Es sollen charismatische Frauen im Mittelpunkt stehen, die andereren Mut machen.  


2.000 Euro erhält die erste Preisträgerin, dazu die Ellen-Ammann-Kamee, ein Schmuckstück, das speziell für diesen Anlass entworfen wurde. Die Plätze zwei und drei erhalten 1.000 beziehungsweise 800 Euro. Platz 4 und 5 können sich über 500 beziehungsweise 300 Euro freuen.  


16 Frauen reichten diesmal ihre Bewerbung für den Ellen-Ammann-Preis ein. KDFB-Landesvorsitzende Emilia Müller zeigt sich beeindruckt von den vielen Vorschlägen. „Es ist unglaublich, in welch vielfältiger und wirklich Grenzen überschreitender Weise Frauen vorangehen, um in ihrem Lebens- und Einflussbereich neue Wege zu eröffnen, gesellschaftliche Barrieren abzubauen und Frauen in herausfordernden Lebenssituationen zu stärken.“


100 Jahre ist das Säkularinstitut Ancillae Sanctae Ecclesiae, das Ellen Ammann gegründet hat, mittlerweile alt. Das Institut unterstützt den Frauenbund finanziell bei der Ausgestaltung des Preises.

 

14 Köpfe zählt die Jury, die die Bewerbungen sichtet und die späteren Preisträgerinnen auswählt. Jurymitglied ist beispielsweise Landtagspräsidentin Ilse Aigner, die auch als Schirmherrin des Ellen-Ammann-Preises fungiert. Auch die bayerische Sozialministerin Kerstin Schreyer (CSU) sowie Landtagsabgeordnete von Freien Wählern, SPD, Grünen und der FDP gehören der Jury an, dazu Medienfrauen und Repräsentantinnen von Seiten der Verbände und der Gewerkschaft.


2020 wird der nächste Ellen-Ammann-Preis ausgeschrieben, pünktlich zum 150. Geburtstag seiner Namensgeberin. Ausführliche Informationen hier.
Autorin: Eva-Maria Gras
aus: KDFB engagiert 7/2019

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